Ingo Brussolo

Waldemar Düse, Hamburg-Süd. Wohl selten hat ein Brief solche Wellen in Harburgs Fußballszene verursacht. Im „Namen aller Verantwortlicher der Willi-Uder-Wohltätigkeitsturniere“ war er an Medien, Vereine und Einzelpersonen verschickt worden. Unterschrieben von Günter Falk, Manfred von Soosten und sieben weiteren Herren.
Sein Tenor: Ingo Brussolo nutze den Namen der Wohltätigkeitsturniere, um unautorisiert selbst Spenden zu sammeln. Und weiter: „Wir wissen nicht, wo dieses Geld bleibt, bei uns kommt es nicht an.“
Vor allem diese Andeutung, die gesammelten Spenden versickerten in irgendwelchen Kanälen, löst eine Mischung aus Fassungslosigkeit und Unverständnis aus. Egal, wen man darauf anspricht. Bereits nach einer nur oberflächlichen Suche im Internet ist klar: Sowohl auf seiner Internet-Plattform harburg-fussball als auch auf Brussolos facebook-Seite ist stets klar kommuniziert worden, dass unabhängig von den Wohltätigkeitsturnieren gesammelt und der Empfänger der Spenden klar benannt worden ist: die Aktion „Kinderteller Neuwiedenthal“.
Ingo Brussolo selbst muss sich erst sortieren, spricht man ihn auf diesen Brief an. „Ich kann ihn mir nicht erklären. Ich bin noch nicht einmal wütend, sondern so enttäuscht und traurig darüber“, erläutert der seit Jahrzehnten zum Inventar der Süd-Fußballszene gehörende Brussolo.
Seit einigen Wochen läuft ein von ihm auf die Beine gestellter Wettbewerb, bei dem Fußballspieler ihren „Wumms“ auf einer Schusswand messen lassen können. Unterstützt von der Sparkasse Harburg-Buxtehude und Teamsports Jesteburg. Bislang sind dabei 3.200 Euro zusammengekommen.
Doch wie sich darüber freuen, wenn so offensichtlich Unterstellungen verbreitet werden? Eine Forderung Brussolos an Günter Falk, den Sachverhalt klarzustellen, ist bislang unbeantwortet geblieben. Auf eine Antwort wartet nicht nur Ingo Brussolo, sondern sicherlich auch der größte Teil der Harburger Fußballszene. „Unabhängig davon, ob da noch irgendwas kommen sollte oder nicht, werde ich mit diesen Herren nie mehr zusammenarbeiten“, betont Brussolo.
Auf Wochenblatt-Nachfrage teilen Günter Falk und Manfred von Soosten, seit Jahren Organisatoren der Willi-Uder-Turniere in der Halle Kerschensteinerstraße, nur mit: „Es ist alles gesagt, weitere Erklärungen wird es nicht geben.“

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