Eine Ansicht aus der Ausstellung im Ernst Barlach Haus „Georges Adéagbo: ‚À l’école de Ernest Barlach, le sculpteur‘“. Foto: Andreas Weiss

Ausstellung mit Werken von Georges Adéagbo und Ernst Barlach

Heinrich Sierke, Othmarschen

Aus Anlass seines 80. Geburtstags widmet das Ernst Barlach Haus dem aus Benin stammenden Installationskünstler Georges Adéagbo eine umfassende Einzelschau. Bis zum 19. Februar ist die Ausstellung „Georges Adéago: ,À l’école de Ernest Barlach, le sculpteur‘“ – auf Deutsch: „Georges Adéago: ,In der Schule von Ernst Barlach, dem Bildhauer‘“ – zu sehen.

Die das gesamte Museum – im Jenischpark, Baron-Voght-Straße 50A – umfassende Rauminstallation von Georges Adéagbo zeigt gleichzeitig mehr als 50 Hauptwerke Ernst Barlachs.

Die Arbeiten von Georges Adéagbo sind raumgreifende, sich über Wände und Böden breitende Kombinationen verschiedener Objekte. In ihnen treffen kunstgewerbliche Gegenstände auf Alltagsobjekte aus verschiedenen Kulturen, Fund- und Flohmarktstücke, Teppiche, Kleidung, Schallplatten, Plakate, Zeitungen, Bücher und selbst verfasste philosophische Texte.

Georges Adéagbo signiert die Vorzugsausgabe seines Katalogs, die in einer Auflage von 25 Stück erschienen ist. Foto: pr

Seit Jahrzehnten pendelt der 1942 geborene Installationskünstler zwischen Cotonou in Benin, Hamburg und Ausstellungsorten auf der ganzen Welt. In den 1990er-Jahren wurde die europäische Kunstszene auf ihn aufmerksam, heute zählt Georges Adéagbo zu den bedeutendsten Künstlern aus Afrika und gilt als Pionier einer selbstbewussten Kunst des „globalen Südens“.

Adéagbo war unter anderem Teilnehmer der Documenta 11 (2002) und der Biennalen in Sidney und São Paulo (1998), Venedig (1999 und 2009), Lyon (2000) und Shanghai (2016).

Die Ausstellung im Ernst Barlach Haus wird in einem Katalog dokumentiert, den vor Kurzem Karsten Müller herausgebracht hat.

Karsten Müller (Hrsg.): Georges Adéagbo. 96 Seiten mit 56 Farbtafeln, Großformat 36 x 27 cm, dreisprachig (Deutsch / Englisch / Französisch), Verlag Kettler, Dortmund 2022, 29 Euro.

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