Pastor Torsten Morche hat die Wiederbestattung mit einem christlichen Ritual begleitet

Am Donnerstag, den 15. Dezember um 9.30 Uhr wurden bei eisiger Kälte die Gebeine, die bei den archäologischen Ausgrabungen auf der Baustelle bei der Hauptkirche gefunden wurden, auf dem Friedhof Diebsteich wiederbestattet. Torsten Morche, Pastor der Hauptkirche Altona St. Trinitatis berichtet:
„Als die Archäologen die ersten Skelette zur Untersuchung freigelegt hatten, waren wir alle ziemlich berührt. Denn nicht tief unter dem Rasen, auf dem wir mit den Kindern gespielt, Gottesdienste gefeiert und Rosenstöcke gepflegt haben, war früher mal ein Friedhof – was man im Alltag schnell vergisst. Uns als Kirchengemeinde war sofort klar, dass wir die Gebeine nicht einfach entsorgen können, sondern wiederbestatten müssen. Das sind wir dem gelebten Leben und dem Recht der Toten schuldig. Vom Kirchengemeindeverband Altona wurde uns auf dem Friedhof Diebsteich dafür eine Grabstelle zugesagt. Diese aber musste immer größer gedacht werden, denn je weiter die Ausgrabungen gingen, desto mehr Gebeine wurden gefunden. 200 Jahre lang wurden bei St. Trinitatis Altonaer Männer, Frauen und Kinder bestattet. Tausende von Knochen waren nicht verrottet und wurden nun sorgfältig eingesammelt und zwischengelagert. Am 15. Dezember haben wir damit begonnen, die Gebeine wieder zu bestatten.“
Pastor Torsten Morche hat das mit einem christlichen Ritual begleitet und dankte hinterher den Mitarbeitern der Archäologiefirma ArchOn, den Vertretern der Kirchengemeinde, den Friedhofsmitarbeitern sowie Frau Heyns vom Kirchengemeindeverband für ihr Dabeisein, und Bürgerreporter Michael Borkowski (Altonello TV) für die respektvolle Dokumentation. „Wir hoffen, dass nach Abschluss der Wiederbestattungen die Gebeine die Ruhe haben, die ihnen schon einmal versprochen worden ist.“

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