Der Hallenflohmarkt erwies sich als Publikumsmagnet. Foto: ASB

Der ASB möchte an der Suurheid einen Nachbarschaftstreff für Rissen einrichten – für geschätzte 1,8 Millionen Euro

Julia Vellguth, Rissen

Rissen und Sülldorf brauchen einen Stadtteiltreff, meint Günter Arndt, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Ortsverbandes Hamburg-Mitte vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB). Seit rund einem Jahr entwickelt der ASB-Ortsverband, der auf 5.000 Quadratmetern sechs Hallen – unter anderem die „Halle 15”, in der man Spenden für Flüchtlinge abgeben kann – an der Suurheid auf dem Gelände des Asklepios Westklinikums Hamburg betreibt, ein kulturelles Programm für die Nachbarschaft. Ideen gibt es viele, doch noch sind die Räume nicht fertig. Erste Veranstaltungen fanden dennoch schon in diesem Jahr statt.

Wir haben den Anspruch,
Gemeinschaft zu schaffen
Günter Arndt,
Arbeiter-Samariter-Bund

Mit finanzieller Unterstützung der „Partnerschaften für Demokratie und Vielfalt in Rissen und Sülldorf” fand im August an der Suurheid ein Nachbarschaftlicher Aktionstag im Rahmen des Hamburger Familientages statt, im November wurde der erste Hallenflohmarkt veranstaltet, der sich als Publikumsmagnet entpuppte. Das Ziel des ASB-Ortsverbandes, der in der Umgebung vor allem durch seine Flüchtlingshilfe bekannt ist, besteht darin, diese und andere Veranstaltungen regelmäßig durchzuführen. Neben einem Flohmarkt und Kulturveranstaltungen soll es dann auch eine Art Café als Nachbarschafstreff geben. Ebenso sei die Eröffnung eines Repaircafés geplant, außerdem gebe es einen Garten.

An der Planung des künftigen Bürgerzentrums wirken rund 20 bis 25 Ehrenamtliche mit. „Wir haben den Anspruch, Gemeinschaft zu schaffen”, erklärt ASB-Sprecher Arndt. So seien bei einem bulgarischen Konzert mit festlichem Essen mit 60 Teilnehmern tolle Begegnungen zustande gekommen.

Große Umbauarbeiten für die knapp 2.000 Quadratmeter großen Räumlichkeiten

„Noch finden die Veranstaltungen in Form einer Bürgerinitiative statt“, so Günter Arndt. Für die Eröffnung eines Kulturzentrums laufe gerade eine Machbarkeitsstudie, denn es seien umfangreiche Umbauarbeiten für die knapp 2.000 Quadratmeter großen Räumlichkeiten erforderlich, für die der ASB eine Förderung benötige. „Wir brauchen zum Beispiel ein neues Dach und isolierte Wände”, erklärt Arndt. „Im Moment ist alles provisorisch und handgeschnitzt.” Die von ihm geschätzte Gesamtinvestition: rund 1,8 Millionen Euro.

Für das Kulturzentrum will der ASB auch anderen Vereinen und Verbänden seine Räume zur Verfügung stellen. Diese können schon jetzt kostenfrei gemietet werden, nur eine Heizkostenpauschale fällt dabei an. „Der Treffpunkt muss lebendig sein”, meint Arndt. Der ASB plant derweilen fleißig Veranstaltungen für das kommende Jahr. Der nächste Hallenflohmarkt findet am 19. Februar 2023 statt. Außerdem soll es öffentliche Veranstaltungen wie Konzerte und Vorträge zu Themen aus Gesundheit und Politik geben. Und so bilanziert Marion Bouncken vom ASB, Projektmitarbeiterin für das Projekt „Halle 15“, das auch die Programmplanung organisiert: Zunächst solle unter anderem ein Nachbarschaftstreff eingeführt werden „mit dem Ziel, zukünftig ein Bürgerzentrum mit einem breiten und vielfältigen Programm zu errichten“.

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