Die Stadtteilschule Flottbek hat bereits einen Neubau bekommen – und es sind weitere Investitionen geplant. Foto: cvs

600 Millionen Euro für zehn Jahre: Schulbehörde stellt geplante
Investitionen für Bezirk Altona vor – viele Projekte in den Elbvororten

Christopher v. Savigny, Elbvororte

Im Bezirk Altona wird viel Geld in die Sanierung, Erweiterung und den Neubau von Schulen investiert: Innerhalb der letzten zehn Jahre wurden hierfür über 300 Millionen Euro ausgegeben – allein für den westlichen Teil des Bezirks. Betrachtet man den gesamten Bezirk von Altona bis Rissen sollen bis ins Jahr 2032 weitere 600 Millionen Euro fließen. „Das ist eine gewaltige Dimension“, sagte Schulsenator Ties Rabe anlässlich einer Pressekonferenz im Altonaer Rathaus. Hintergrund für die kostspieligen Pläne der Schulbehörde (BSB) ist die stetig steigende Schülerzahl: Diese ist laut BSB innerhalb von zehn Jahren hamburgweit um rund zwölf Prozent angewachsen.

Schülerzahlen steigen in den Elbvororten um acht bis zehn Prozent

Im Vergleich zum Altonaer Kerngebiet gehen die Schülerzahlen in den Elbvororten zwar nur moderat nach oben – die BSB spricht von acht bis zehn Prozent. Dennoch soll investiert werden. Dies betrifft unter anderem die Grundschulen Iserbarg und Marschweg (Rissen), die Stadtteilschulen Blankenese, Rissen und Flottbek sowie das Gymnasium Rissen. Die Grundschule Wesperloh (Osdorf) erhält ein zusätzliches Gebäude mit Mensa und Unterrichtsräumen und eine schulintegrierte Kita. Das schulische Angebot wird auf fünf Parallelklassen pro Jahrgang erweitert. Auch das Gymnasium Hochrad (Othmarschen) soll in Zukunft fünfzügig unterwegs sein. Zudem werden eine neue Zweifeldsporthalle und eine Mensa errichtet.

Brünschenwiesen: Als „Kompromisslösung“ ein Viertel der Fläche bebaut

Nicht ganz einfach ist die Situation an der Stadtteilschule und am Gymnasium Rissen: Einerseits erwartet die BSB auch hier einen deutlichen Anstieg der Schülerzahlen. Andererseits ist das von beiden Schulen gemeinsam genutzte Grundstück für weitere Gebäude zu klein. Deshalb sollen beide Schulen zusammen ein neues Oberstufengebäude auf einer Teilfläche der sogenannten „Brünschenwiesen“ bekommen (Wochenblatt berichtete).

Die künftigen Schülergenerationen werden es uns danken, dass sie in modernen, schönen und großzügigen Schulgebäuden
gut lernen können
Ties Rabe,
Schulsenator

Das rund 2,7 Hektar (knapp vier Fußballfelder) große Gelände an der Stadtgrenze zu Wedel gilt als ökologisch wertvoll, steht allerdings nicht unter Naturschutz. Sozusagen als „Kompromisslösung“ wird nun lediglich ein Viertel der Fläche bebaut, der Rest bleibt dauerhaft der Natur vorbehalten. Fassade und Außenbereich des Schulgebäudes sollen „naturnah“ gestaltet werden.

Nach Auskunft von Schulsenator Ties Rabe (SPD) hat Hamburg jahrelang zu wenig in den Schulbau investiert. So habe man im Jahr 2010 allein den dringenden Sanierungsbedarf auf drei Milliarden Euro geschätzt. Die aktuelle Verteuerung im Bausektor stelle die Stadt vor zusätzliche Probleme. Schulen, Behörde und Schulbau Hamburg würden „diese Herausforderungen seit Jahren gut bewältigen“. Und: „Die künftigen Schülergenerationen werden es uns danken, dass sie in modernen, schönen und großzügigen Schulgebäuden gut lernen können.“

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