Musiker, die bei 48h Wilhelmsburg mitmachen möchten, können sich zwischen dem 15. Dezember 2022 und 17. Januar 2023 bewerben. Foto: jo larson

Aber: Der Grundbedarf liegt bei 150.000 Euro

Angela Dietz, Wilhelmsburg. Der neue Doppel-Haushalt der rot-grünen Regierung im Hamburger Rathaus bringt die frohe Botschaft: Zwölf Jahre nach Gründung des Musikfestivals „48h Wilhelmsburg“ soll mit 80.000 Euro der Einstieg in die Regelförderung beschlossen werden.
„Hier knallen die Sektkorken“, jubelt Alena Kruse, Projektleiterin des Musikfestivals auf den Elbinseln Wilhelmsburg und Veddel. „Das ist ein Riesenschritt!“ Auch Katja Scheer, Vorstand der Stiftung Bürgerhaus Wilhelmsburg (BüWi), wo das Projekt 48h angedockt ist, freut sich sehr: „Das ist eine riesige Wertschätzung für unsere Arbeit und den Erfolg des Festivals!“ 2022 spielten 136 Acts an 48 Orten und begeisterten rund 20.000 Konzertbesucher.
Die in Aussicht gestellte Regelförderung von 80.000 Euro ist bei aller Freude nur ein Teil des 48h-Grundbedarfs von 150.000 Euro. Es fehlen noch rund 70.000 Euro, damit die Finanzierung wirklich nachhaltig wird. Das gesamte Festival hat 2023 laut Projektleiterin Alena Kruse ein Budget von 220.000 Euro. „Das ist für eine dreitägige Livemusik-Veranstaltung von dieser Größenordnung keine große Summe“, so Kruse.
Schon seit einiger Zeit besteht der Wunsch, das Projekt 48h auf finanziell stabile Beine zu stellen. Der Eintritt ist frei und das soll laut BüWi-Leiterin Katja Scheer auch so bleiben. Akquiriert werden für das musikalische Nachbarschaftsprojekt auch Spenden und Sponsorengelder, auch werden Bezirksmittel beantragt.
<< Ab 15. Dezember läuft wieder die Anmeldefrist für Musiker und Gastgeber (Orte), die 2023 vom 9. bis 11. Juni bei 48h Wilhelmsburg dabei sein möchten. Anmeldeschluss: 17. Januar 2023.

48h Wilhelmsburg
Und das macht das interkulturelle, nachbarschaftliche Projekt aus: Musiker und Musikerinnen, Profis und Amateure, die auf den Elbinseln leben, arbeiten oder wohnen, spielen umsonst und oft draußen an ungewöhnlichen Orten – auf dem Dach einer Garage, im Garten eines Vereins, auf dem Marktplatz oder im Krankenhaus.
Zu hören und sehen sind alle denk- und undenkbaren, musikalischen Stile, von Blues über Jazz, Folk, Klassik, Elektronik bis zu ihren wilden Mixturen. Über die Jahre wuchs und wuchs das Projekt, mit sehr viel ehrenamtlicher Unterstützung und Engagement. Hinzu kamen neben den Auftritten Workshops, insbesondere für den Nachwuchs. 2014 wurde das Projekt mit dem Hamburger Stadtteilkulturpreis ausgezeichnet, 2018 war es Hamburger Landessieger beim Deutschen Nachbarschaftspreis.

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