Im Dezember fuhren die ioki-Fahrzeuge bereits mit der Aufschrift „HVV hop“ durch Osdorf und Lurup. Foto: mg

Hunderte Unterschriften für Erhalt des Shuttleservice in Osdorf und Lurup an Verkehrsenator Anjes Tjarks übergeben

Am Nikolaustag gab es für den Verkehrssenator Post von mehreren Hundert Menschen aus Osdorf, Lurup, Groß Flottbek, Bahrenfeld und Schenefeld.  In den Briefen und Postkarten wird der grüne Anjes Tjarks aufgefordert, die Entscheidung, den Shuttledienst ioki im Westen zum Jahresende einzustellen, rückgängig zu machen.

Der Poststapel wurde in der Verkehrsbehörde an Pressesprecher Dennis Krämer übergeben, der sich Zeit für ein Gespräch mit den Aktiven des Luruper Forums und Bürgervereins nahm. Wegen einer Erkältung konnte Anja Plenge aus dem Osdorfer Born an diesem Tag nicht in die Behörde kommen. Sie hatte von Juli bis Anfang November 637 Unterschriften mit ihrer Onlinepetition gesammelt.

Plenge schreibt, dass vielen Menschen „ein Verlust an Lebensqualität“ droht. Sie zählt die lange Liste von Betroffenen auf: Fahrgäste mit Behinderung, Eltern, die ihre Kinder sicher zur Schule bringen lassen können, ältere Menschen, die sich mit ioki sicherer im Straßenverkehr fühlen, Arbeitnehmer, die so eine bessere Anbindung zur S-Bahn oder ihrer Arbeitsstelle haben und Menschen, die sich die Kosten, etwa von Moia, nicht leisten können.

„Tief in den HVV integriert“

Die Aktiven des Luruper Forums hatten 254 Postkarten fürs Foto an einer Lichterkette befestigt. Mindestens 100 Postkarten hatte die Borner Runde bereits im November vorbeigebracht, weitere Karten gingen auch direkt in der Verkehrsbehörde ein.

Während in Osdorf und Lurup weiter protestiert, fahren die weißen ioki Elektrofahrzeuge bereits mit dem Schriftzug „HVV hop“ durch die Stadtteile. „Damit wird nun auch nach außen hin noch deutlicher, dass es sich um ein Mobilitätsangebot handelt, das tief in den HVV integriert ist“, wird Anna-Theresa Korbutt, Geschäftsführerin des Hamburger Verkehrsverbunds, in einer Pressemitteilung zitiert. Ab dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember wird HVV Hop auch in Henstedt-Ulzburg im Kreis Segeberg starten. Ab 2. Januar 2023 kommt das On-Demand-Angebot dann nach Harburg. Im Kreis Stormarn ist HVV Hop in Ahrensburg sowie im Raum Brunsbek, Lütjensee und Trittau unterwegs.

Für den Westen fordert das Luruper Forum, dass dann ab 2023 auch der als Ersatz fahrende Moia-Dienst zum HVV-Tarif plus einem Euro Zuschlag benutzt werden kann. Damit die Fahrgäste nicht weite Wege zurücklegen müssen, bis sie abgeholt werden, müssten bei Moia mehr „virtuelle Haltepunkte“ eingeführt werden. Dabei solle man sich das bisherige Netz von ioki/HVV hop zum Vorbild nehmen, das maximal 200 Meter bis zu einem Haltepunkt betrage.

>> vhhbus.de/hop

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