Elias Saad wechselt ab Januar von Eintracht Norderstedt zum FC St. Pauli. 2019 hatte er neben neben dem klassischen Fußball noch in Harburg beim HSC Futsal HSC in der Zweiten Liga gespielt. Foto: claus bergmann

Waldemar Düse, Harburg. Vielleicht hat er in der jüngeren Vergangenheit noch das eine oder andere Mal bei seinen alten Kumpels von Sparta Futsal HSC vorbeigeschaut. Immerhin ist Elias Saad dort zu Beginn des Jahres 2019 ins Futsal-Rampenlicht getreten. Er hätte seine helle Freude gehabt, denn der Harburger Futsal-Zweitligist führt derzeit die Tabelle der Futsal-Regionalliga Nord an. Nun hat der FC St. Pauli den beim Niendorfer TSV ausgebildeten Saad zum 1. Januar 2023 ans Millerntor geholt und ihn mit einem Dreieinhalb-Jahresvertag ausgestattet.
Im April 2019 war Saad als jüngster Debütant in der deutschen Futsal-Geschichte in die DFB-Futsal-Auswahl berufen worden und hatte bis September des Jahres insgesamt fünf Partien bestritten. Auch auf dem grünen Rasen folgte der nächste Karriereschritt: der Wechsel zum damaligen Fußball-Oberligisten Barmbek-Uhlenhorst. Auf die Interviewfrage von dfb.de zum Thema „Futsal oder Fußball“ hatte Saad damals geantwortet: „Ich spiele weiterhin Fußball und schaue, wie sich das beim Futsal entwickelt. Wenn es bei der Nationalmannschaft weitergeht, würde ich mich sehr freuen und das neu ordnen. Aktuell ziehe ich jedoch den Fußball vor.“
Nun, beim Futsal ging es nicht mehr weiter nach oben, ganz im Gegensatz zum Fußball. 2021 wechselte er zu Saisonbeginn zum Regionalligisten Eintracht Norderstedt und startete durch. Der extrem schnelle, dribbel- und trickreiche Außenspieler galt vielen Experten als der „Shooting-Star“ der Liga, der in 46 Pflichtspielen der Norderstedter an 39 Toren beteiligt war, von denen er 24 selbst erzielte. In der Hinrunde der laufenden Saison hat er in 17 Begegnungen bereits zehn Tore selbst erzielt und zu vier weiteren die Vorlagen geliefert.
Neben den körperlichen Voraussetzungen für den nächsten Karriereschritt bringt der bald 23-Jährige eine nicht minder wichtige Eigenschaft mit. „Er hat einen tollen Charakter“, bescheinigt ihm sein ehemaliger Norderstedter Trainer Olufemi Smith. Dem Vernehmen nach sollen auch der 1. FC Nürnberg, der SC Paderborn und Holstein Kiel an Saad interessiert gewesen sein.

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