Heimat für 20 wohnungslose Menschen: das Hostel bedpark Altona in der Stresemannstraße.Foto: David Diwiak StrassenBLUESeV

„Hotels for Homeless“: Verein „StrassenBLUES“ zahlt für Bett im Hostel

Von Doris Schulz. Während viele die gemütliche Vorweihnachtszeit insgesamt doch genießen können, fürchten sich viele wohnungslose Menschen vor den kalten Wintermonaten. Auch in Hamburg versuchen zahlreiche Obdachlose die Zeit bis zum Frühling irgendwie zu überstehen. Dem Verein „StrassenBLUES“ gelang es jetzt 20 wohnungslose Personen im Hostel bedpark Altona unterzubringen. Dort sind die neuen Gäste im Rahmen des Projekts „Hotels for Homeless“ bis April 2023 vor der Witterung geschützt.

Bis dahin zahlt der Verein die Miete für die Unterkunft. Das Besondere: nur ein Drittel der Gäste hat die deutsche Staatsangehörigkeit, zwei Drittel stammen aus anderen Ländern. „Wir wollen mit unserem Projekt darauf aufmerksam machen, dass in der Zwischenzeit sehr viele obdachlose Menschen auf Hamburgs Straßen keinen deutschen Pass besitzen“, so Nikolas Migut von StrassenBLUES. Gerade für diese Betroffenen müsse Hamburg schnellstens Angebote schaffen.

Im April hat die Stadt das auf drei Jahre angelegte Modellprojekt „Housing First Hamburg“ gestartet, um Obdachlosigkeit zu bekämpfen. Allerdings bietet das Programm Betroffenen keinen unkomplizierten bedingungslosen Zugang. „Ganz explizit schließt das Angebot sogar Menschen aus, die keinen Anspruch auf Sozialleistungen haben“, berichtet Nikolas Migut. Also vor allem Obdachlose, die keinen deutschen Pass besitzen.

>> Kontakt und nähere Infos unter www.strassenblues.de

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