SPD und Grüne wollen das Geld für eine Grundsanierung des Naherholungsgebietes bereitstellen – nach Entscheidung im Bezirk

René Dan, Rissen

Das Wildgehege Klövensteen ist – darüber sind sich viele Beobachter einig – teils heruntergekommen und droht zu verrotten, so sehr Mitarbeiter und Unterstützer des Geheges sich auch engagieren. Denn es fehlt an Geld für Unterhalt und Instandsetzung. Das will Rot-Grün in der Hamburgischen Bürgerschaft ändern: 75.000 Euro sollen in den Jahren 2023/24 jährlich für Betriebsmittel zur Verfügung gestellt werden. Hinzukommen soll einmalig rund eine Million Euro für die Sanierung des Wildgeheges.

75.000 Euro
sollen laut Rot-Grün in 2023/24 jährlich für Betriebsmittel
bereitgestellt werden

Dieses Geld wird dringend gebraucht. Allein an laufenden Kosten – darunter Futter, tierärztliche Betreuung und die Erhaltungsmittel für das Gehege – fallen jährlich 75.000 Euro an. Und: Fehlende Investitionen für die Grundsanierung bedrohen die Zukunft der Anlage. „Bei der Sanierung des Klövensteen sollte Tier- und Naturschutz in Verbindung mit einem wirtschaftlich tragbaren Konzept einhergehen“, betont die Grüne Bürgerschaftsabgeordnete Filiz Demirel.

Die Finanzmittel wollen die Regierungsfraktionen vor Weihnachten in den Haushaltsberatungen verabschieden. Die 75.000 Euro stünden ab nächstem Jahr bereit. Die eine Million Euro ist jedoch an Bedingungen geknüpft.

Freut sich über den gemeinsamen Antrag von Rot-Grün zugunsten des Wildgeheges Klövensteen: die Bürgerschaftsabgeordnete Filiz Demirel (Grüne). Foto: PR

Das Geld für die Sanierung des Klövensteens sollte, heißt es im Antrag von SPD und Grünen, „erst nach der Entscheidung der Bezirksversammlung Altona über Neukonzeption und notwendige Sanierungen des Wildgeheges Klövensteen“ durch die Bürgerschaft freigegeben werden.

Welches Konzept aber das richtige für den Klövensteen ist, darüber laufen derzeit zwei konkurrierende Bürgerbegehren (Wochenblatt berichtete). Inwieweit eine Einigung der Begehren untereinander und mit der Politik möglich ist, bleibt abzuwarten. Wird ein Konsens verfehlt, kommt es zum Bürgerentscheid.

Filiz Demirel rechnet mit einer Einigung. Dann gelte angesichts des bereitgestellten Geldes: „Das Wildgehege Klövensteen ist finanziell abgesichert.“

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here