Das Karstadt-Haus in der Osterstraße 111 beherbergt eine von fünf Filialen der Kaufhauskette in Hamburg. Foto: Dirk Andresen

Von den fünf noch vorhandenen Filialen in Hamburg soll angeblich nur das „Flaggschiff“ in der Mönckebergstraße erhalten bleiben

Andreas Göhring/Dirk Andresen, Eimsbüttel

Droht dem Galeria-Karstadt-Haus in der Osterstraße das endgültige Aus? Der Warenhauskonzern hat Anfang vergangener Woche ein weiteres Insolvenzverfahren in Eigenregie beantragt. Angeblich sollen 40 der bundesweit noch 131 Standorte von Galeria Karstadt Kaufhof geschlossen werden. Die Entscheidung soll aber erst nach dem bevorstehenden Weihnachtsgeschäft getroffen werden.

Doch schon jetzt geht zum Beispiel die Immobilienzeitung davon aus, dass von den fünf noch vorhandenen Filialen in Hamburg nur eine erhalten bleiben soll – nämlich das „Flaggschiff“ in der Mönckebergstraße. Für Eimsbüttel sieht es demnach nicht gut aus. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat eine extrem belastende Zeit der Ungewissheit begonnen. Das erste Insolvenzverfahren hatte der oft sehr gut besuchte Standort Osterstraße noch überstanden.

Das Karstadt-Haus wurde von 1975 bis 1978 gebaut. Es ist eines der prägnantesten und prägendsten Gebäude des Stadtteils. „Grauer Klotz“ wird es gern auch spöttisch genannt. Zum Jahresanfang bekam der Klotz neue Eigentümer, mit denen der Konzern nun verhandeln wird.

Der norddeutsche Projektentwickler und Baulöwe Otto Wulff krallt sich gemeinsam mit den beiden weiteren Investoren „wph Wohnbau und Projektentwicklung Hamburg“ sowie der „Imwest Gruppe“ das Gebäude Osterstraße 111 (beherbergt Karstadt und einen Aldi-Markt im Keller). Galeria Karstadt Kaufhof ist Hauptmieter in dem insgesamt 32.769 Quadratmeter Bruttogeschossfläche großen Gebäude.

1 KOMMENTAR

  1. ….. nun ja, wenn das Karstadthaus in der Mönckebergstraße
    noch schließen würde, dann wird’s noch viel uninteressanter dort.
    Ich bin der Meinung, nur ein JEDEN Sonntags-Nachmittagsöffnungs-
    Programm der Geschäfte, hilft aus der unsäglichen Krise. Zumal wir eine Touristen und Hafenstadt sind; das darf man doch nicht vergessen! Denn es ist kaum Hamburg- Besucher zu vermitteln, dass mitten in der City Hamburgs, oftmals an einigen Sonntagen, sogar sogenannte Cafe‘ s geschlossen haben.
    Wenn man alles missachtet, wird der ONLINE – Kauf weiter zunehmen und es werden weitere Geschäftsschließungen mit sich bringen. Wollen wir das wirklich ?

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