Der Eimsbütteler Marktplatz: 80.000 Autos fahren hier täglich durch. In einigen Jahren soll es hier komplett anders aussehen. Foto: Dirk Andresen

Grüne mit neuem Vorstoß zum Umbau des Eimsbütteler Marktplatzes

Dirk Andresen, Hamburg-West

Das Vorhaben scheint gewaltig. Wo derzeit auf sechsspurigen Verkehrsschlagadern bis zu 80.000 Autos pro Tag durchfahren, soll in ein paar Jahren ein erheblich ruhigerer Ort entstehen. Möglichst eingefasst von schicken Geschäften und Wohnhäusern soll dann der Eimsbütteler Marktplatz mit „erheblicher Aufenthaltsqualität“ Bürger zum Schauen, Schlendern und Verweilen einladen. Das jedenfalls plant mit den Grünen die stärkste Fraktion in der Bezirksversammlung. Ihr entsprechender Antrag hat bereits vergangene Woche im Stadtplanungsausschuss der Bezirksversammlung die nächste Hürde genommen.

Aber wie soll das gewaltige Vorhaben vonstatten gehen? Was genau bedeutet „erhebliche Aufenthaltsqualität“? Und wann ist der neue Eimsbütteler Marktplatz denn fertig? Grünen-Fraktionschef Ali Mir Agha ist eine der Triebfedern des ehrgeizigen Projektes.

Erschwingliche Wohnungen in zentralerer Lage ist dabei eines seiner angepeilten Ziele. Mir Agha: „Wir wollen am Eimsbütteler Marktplatz deutlich mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen und gleichzeitig die Grünflächen in dem Bereich klar aufwerten.“

Gewaltige Aufgaben

Wichtig ist Mir Agha und den Grünen, dass die Eimsbütteler bei der Planung entscheidend mit einbezogen werden: „Ein entsprechende breites Beteiligungsverfahren der Bürger, das von einem externen Anbieter begleitet wird, soll Teil des Planungsprozesses sein.“

Verkehrstechnisch warten ebenfalls gewaltige Aufgaben. Vorrangig ist hierbei ein entscheidender Umbau des derzeitigen Verkehrsflusses: „Ziel ist es“, so Mir Agha, „den Verkehr aus Richtung Altona und Eimsbüttel in Richtung Holstenkamp über die Schnackenburgsallee zur Autobahn zu leiten und damit die Kieler Straße nachhaltig zu entlasten. Pläne zu einer teilweisen Umwandlung der Kieler Straße in eine für Fußgänger und Radfahrer freundliche Zone gibt es doch schon lange.“ Weitere Ziele des Projektes: Die Trennung der Grünflächen durch Fahrspuren soll „stark reduziert“ und der „Baumbestand erhalten bleiben“. Zudem soll der Fußverkehr mehr berücksichtigt und so barrierearm wie möglich gestaltet werden.

Und wann kann man endlich auf dem neuen, zentralen Schmuckstück einkaufen und flanieren? Mir Agha über einen realistischen Zeitpunkt: „Zunächst stehen jahrelange Prüfungen und Planungen an. Vor 2028/29 sehe ich den ersten Spatenstich hier nicht.“

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