Harald Krüger vor dem Tier- Notruf-Rettungswagen. Foto: Kreller

Was macht eigentlich: Harald Krüger?

Niels Kreller, Harburg

Neue Aufgabe für Harald Krüger: Harburgs langjähriger DRK-Vorstand ist vom Menschenretter zum Tierretter geworden. Seit einigen Monaten fährt Krüger für den Tier-Notruf, einen gemeinnützigen Verein, der sich auf die Rettung verletzter Tiere spezialisiert hat und in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen unterwegs ist.

„Ich bin per Zufall darauf gestoßen“, berichtet Krüger, der selbst einen Hund hat. Dafür hat er in Rekordzeit die Ausbildung zum Tierretter gemacht – nur fünf Wochen dauerte es, bis er die Prüfung bestanden hatte. Und seit Sommer 2021 ist er aktiv dabei. „Einer von uns hat immer den Rettungswagen (RTW) zu Hause“, erzählt Krüger. „Bei Alarm fährt der, der am dichtesten dran ist, zum Einsatz.“ Dann kommt noch einer im Privat-PKW dazu.

Bei den meisten Einsätzen geht es um Haustiere wie Hunde und Katzen. Ob ein Tier angefahren wurde oder etwas Giftiges gefressen hat – die Tierretter kommen. Zunächst wird immer versucht, den tierischen Patienten zum Tierarzt zu bringen. „Sonst fahren wir in die Tierklinik nach Norderstedt oder Lüneburg“, so Krüger. Jeder der vier Tierrettungswagen hat bis zu drei Einsätze am Tag.

Krüger hat einen Plan erarbeitet, damit die Tierretter auch am Katastrophenschutz beteiligt werden. „Bei der Flutkatastrophe im Ahrtal waren auch viele Tiere betroffen – und da muss jemand tätig werden. Denn verletzte Hunde sind zum Beispiel eine Gefahr für die Retter. Und verendete Tiere bedeuten Seuchengefahr.“ Aktuell verhandelt er über die Aufnahme in den Katastrophenschutz mit Landkreisen in mehreren Bundesländern. Im Herzogtum Lauenburg ist dies auch bereits gelungen.

Auch hier in Hamburg sehen die Tierretter viele Einsatzmöglichkeiten. Beispielsweise bei Evakuierungen nach Bombenfunden. „Viele Menschen wollen ihre Tiere bei einer Evakuierung nicht in der Wohnung zurücklassen und weigern sich, ohne sie die Wohnung zu verlassen“, berichtet Krüger. „Aber in die normalen Notunterkünfte dürfen sie nicht mit den Tieren. Da gibt es viele Diskussionen und die kosten Zeit. Im Ernstfall kann diese Zeit viel ausmachen.“

>> Der Tierretter-Notruf ist unter der kostenloser Telefonnummer 0800-111 15 15 erreichbar. Wichtig: Bei den Einsätzen fallen Gebühren an. Die Tierretter bieten auch Drohnenflüge zur Tiersuche, Kitzrettung oder zur Personensuche an.
<< www.tier-notruf.de

 

Harald Krüger

Über 35 Jahre hinweg hat Harald Krüger die Geschicke des DRK Kreisverbands Hamburg-Harburg bestimmt. Wichtige Projekte wie der Bau des Harburg Huus und des Hospiz in Langenbek, der Aufbau des Kriseninterventionsteams und der Rettungsstation oder die Flüchtlingsbetreuung in Aufnahmeeinrichtungen fallen in diese Zeit. In der Ära Krüger entwickelte sich der DRK Kreisverband Harburg zu einem der größten DRK Kreisverbände bundesweit.
Am 1. Februar 2021 wurde Krüger von seinen Aufgaben entbunden, weil beim DRK Harburg Personen Corona-Schutzimpfungen mit übriggebliebenen Impfdosen erhalten hatten, die zu dem Zeitpunkt gar nicht berechtigt und nicht an der Reihe waren. Nach Mitteilung des DRK Landesverbands Hamburg wurde das Ansehen des DRK regional und überregional geschädigt.

1 KOMMENTAR

  1. Lieber Herr Kreller,
    langsam wird es lästig, immer wieder die gleiche Zeitungsente von der MOPO bezüglich des angeblichen Impfdränglers zu lesen. Heute scheint sich kein Journalist mehr um gründliche Recherchearbeit zu bemühen. Dabei liesse sich leicht die Verbindung zwischen den Berichten über die ersten Coronaimpfungen im Pflegeheim zum Heiligen Geist und der Verimpfung der Restbestände des Impfstoffs an die DRK- Impf- und Testteams , sowie der Verimpfung der unmittelbar ( wenige Stunden) vor dem Verfall stehenden letzten Restdosen an die noch anwesenden Mitarbeiter ziehen lassen. Selbstverständlich erst nach entsprechender Freigabe durch die Behörde.Eine genaue Betrachtung der Fotos der anwesenden Personen in beiden Fällen hätte auch schnell den Intrigantenstadl beim DRK auffliegen lassen und ein Blick in die DRK- Satzung, besonders in Bezug auf den Paragrafen, der auch bei unwahren Pressemeldungen die sofortige Entlassung einer Führungskraft ermöglicht, hätte auch den letzten den Braten riechen lassen. Diese Methode ist allgemein geübte Praxis beim DRK. Siehe jetzt gerade der neueste Fall bezüglich des Landesgeschäftsführer Bayerns.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here