Udo Schult ist Sprecher der Luruper Verkehrs AG. Foto: mg

Ein Beitrag von Udo Schult (Luruper Verkehrs AG): Senatsentscheidung Moia durch ioki zu ersetzen ist indiskutabel

Udo Schult, Lurup

Die Hamburger Landesregierung vertritt nicht mehr die Interessen der Stadtteile Lurup und Osdorf im Bezug auf den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Nach der Hängepartie mit der Schnellbahnanbindung, auf die noch Jahrzehnte gewartet werden muss und Verzögerungen bei zusätzlichen versprochenen Buslinien, soll es nun auch noch Verschlechterungen im bisherigen ÖPNV-Angebot geben.

Die Senatsbekanntmachung vom 4. Oktober pro Moia ist für die Bevölkerung in Lurup und Osdorf indiskutabel. Da hilft es auch nicht, 15 barrierefreie Fahrzeuge zusätzlich zu den 450 Fahrzeugen für ganz Hamburg anzuschaffen (drei Prozent). Auch die Ersparnis von einem Euro im ersten Schritt für HVV-Abonnenten macht die Sache nicht besser.

Da fährt man trotz der hohen Benzinpreise mit dem Auto deutlich günstiger
Udo Schult,
Luruper Verkehrs AG

In den neuen Bediengebieten von Moia kommt dann sogar vorerst ein weiterer Euro dazu. Man zahlt also von Lurup zur Elbgaustraße statt 7,60 bis 8 Euro „nur noch“ 5,60 bis 6 EUR. Vielen Dank auch! Da fährt man trotz hoher Benzinpreise mit dem Auto deutlich günstiger. Wollte man nicht den Umstieg vom Auto auf den ÖPNV? Für viele einkommensschwache Menschen bei uns verteuert sich zu den hohen Heiz- und Stromkosten auch noch der Nahverkehr.

Wer darüber hinaus auch noch gehbehindert ist bleibt am besten zuhause und abgeschnitten vom öffentlichen Leben.

Man spricht von Ausweitung der On-Demand-Dienste (Moia) in der äußeren Stadt. Hatte uns die Verkehrsbehörde nicht gerade zum Innenbereich erklärt?

Auch kann man eine sich selbst als ÖPNV-Alternative erklärende hundertprozentige VW-Tochter nicht in den ÖPNV integrieren. Integration bedeutet Tarifgleichheit.

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