Bürger fürchten um die Naturidylle: Nur ein Teil der Brünschenwiesen soll Naturschutzgebiet werden. Foto: mg

RISSEN. Stadtteilschule und Gymnasium Rissen brauchen dringend Platz. Doch ein neues gemeinsames Oberstufengebäude lässt noch auf sich warten. Mindestens fünf Jahre wird es dauern, bis der Erweiterungsbau fertig ist. Das teilte jetzt der Senat auf eine Anfrage der CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Anke Frieling mit. Der Grund: Mit den nötigen umfangreichen Ausgleichsmaßnahmen geht es nicht recht voran.
Das Gebäude mit Außengelände soll nur teilweise auf ausdrücklich als Schulerweiterungsgelände gekennzeichnetem Gelände gebaut werden.
Denn das Grundstück ist zu klein: Gebäude und Außenfläche würden außerdem auf einem Teil der Brünschenwiesen errichtet werden.

 

Bauen im Landschaftschutzgebiet? Ein Schulerweiterungsbau ist möglich. Foto: mg

Die Wiesen selbst sind aber als Landschaftsschutzgebiet eigentlich gegen Bebauung geschützt. Deshalb werden – auch als Kompromiss mit den Naturschützern – die restlichen Brünschenwiesen unter Naturschutz gestellt (das Elbe Wochenblatt berichtete). Und: Der an der Natur angerichtete Schaden muss per Gesetz „ortsnah“ ausgeglichen werden. Und das dauert länger, als zunächst angenommen: Eine geeignete Fläche steht noch nicht zur Verfügung.
Welche Maßnahmen
sind nötig?
Außerdem sind die Ausgleichsmaßnahmen recht umfangreich: Unter anderem müssen Apfelbäume umgesetzt, ein Bienenstock versetzt und ein Feuchtbiotop verlagert werden. Wegen des „Eingriffs“ in einen „geschützten Knick“ muss zum Ausgleich neu gepflanzt werden. Dafür plant die Stadt, die Flurstücke 1800, 1801 und zum Teil 3583 zu kaufen. Derzeit wird wohl verhandelt. Wenn das geschehen ist, kann das Ausschreibungsverfahren für den Bau beginnen. Dafür wurden drei Jahre veranschlagt, für die reine Bauphase noch mal zwei Jahre – falls nichts weiter dazwischenkommt.

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