Kunst am Klinkerbau in der Siedlung Luthergrund. Foto: cvs

altoba will „graue Energie“ der alten Gebäude nutzen

Ch. v. Savigny, Bahrenfeld

Laut altoba stand zeitweise auch eine Sanierung der Altbauten im Raum. Für die Mieter hätte dies den Vorteil gehabt, dass sie nicht so lange mit der Baustelle zurechtkommen müssten – einige ältere Bewohner hatten im Vorfeld bereits die Befürchtung geäußert, sie würden die Fertigstellung womöglich gar nicht mehr erleben. Doch die Idee wurde schnell wieder verworfen, weil sie als unwirtschaftlich galt. Zwar kostet eine Sanierung nur rund zwei Drittel soviel wie ein Neubau, allerdings müssten die Mieter dann zahlreiche Nachteile in Kauf nehmen – beispielsweise fehlende Barrierefreiheit (auch kein Aufzug) sowie eine schlechtere Schall- und Wärmedämmung. Zudem ist die Lebensdauer beim Neubau deutlich länger als beim renovierten Haus (70 bis 80 Jahre gegenüber 40 bis 50 Jahre).

„Klimaschutzaspekte spielen eine wichtige Rolle bei den Planungen für die Zukunft der Wohnanlage“, erklärt altoba-Sprecherin Silke Kok. „Hierzu zählt die langfristige Energiebilanz der Gebäude, aber auch das Thema ‚Graue Energie‘“. Die altoba habe einen Fachplaner eingebunden, um die Pläne für Rückbau und Neubau unter nachhaltigen Gesichtspunkten zu begleiten und eine möglichst ökologische Lösung unter Nutzung alter Bausubstanz zu finden. „Ziel ist es, zahlreiche Bauteile wiederzuverwenden. Es wird gewährleistet, dass wir mit einem sukzessiven Rückbau und Neubau der Wohnanlage langfristig eine wesentlich positivere Klimabilanz für die Wohnanlage erzielen können als es mit einer Modernisierung der Wohnanlage möglich wäre.“

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