Altona 93 hat wieder sportliche Erfolge. Grafik: pr

Fußball-Oberliga: Mato Mitrovic folgt beim AFC als Sportlichen Leiter auf Richard Golz

Jörg Marwedel, Altona

Mato Mitrovic, 53, ist ein umtriebiger Mann. Er hat eine Gebäudeservice-Firma, war Trainer und zuletzt Sportlicher Leiter des SC Concordia. Seit dem 26. August ist der gebürtige Kroate quasi der Chef des Oberliga-Teams von Altona 93, als Nachfolger des Sportlichen Leiters Richard Golz. Er ist bei einem Klub gelandet, in dem „mehr verlangt wird“, wie er sagt. Zum Beispiel, so bald wie möglich wieder in die Regionalliga Nord zurückzukehren.

Dass das gar nicht so einfach ist, haben die ersten Saisonspiele der völlig neu zusammengestellten Mannschaft gezeigt. 16 neue Spieler waren noch unter Richard Golz verpflichtet worden, zwei Spiele verlor das Team. Zwei weitere Neue kamen unter Mitrovic: der offensive Mittelfeldspieler Narek Abrahamyan, 26, vom SC Concordia sowie der defensive Mittelfeldakteur Bujar Sejdija, 24, vom FC St. Pauli II.

Und plötzlich läuft es beim AFC. Am Dienstag gab es mit 2:1 bei Buchholz 08 (Tore Marcus Borgmann und Michael Gries) den dritten Sieg hintereinander. Und am Sonnabend um 15.30 Uhr kommt nun der ebenfalls mühsam gestartete Meister TuS Dassendorf zur Adolf-Jäger-Kampfbahn. Beide kämpfen um den Anschluss an die Tabellenspitze. Mitrovic, der mit Golz (der als Berater bleibt) und Vizepräsident Ragnar Törber verhandelte, kam aber nicht alleine. Olaf Rosenthal, 53, einst ebenfalls Trainer und zuletzt Sportlicher Leiter beim schleswig-holsteinischen TuS Hartenholm, soll wie der Kaderplaner Leon Sievert, Trainer Andreas Bergmann mit aktuellen sportlichen Informationen „füttern“, wie Mitrovic sagt. Zum Beispiel über die Gegner oder interessante Spieler.

Doch Mitrovic ist jetzt das Bindeglied zwischen Vorstand, Trainer und Mannschaft, auch in finanziellen Dingen wie etwa Siegprämien. Den Trainer setzt er aber noch nicht unter Druck. Realistisch sei in dieser Übergangssaison ein einstelliger Tabellenplatz, wenn die Entwicklung des neuen Teams schneller gehe, vielleicht etwas mehr.

Den jüngsten Aufschwung mag Mitrovic noch nicht zu hoch hängen. Es sei schon besser geworden, urteilt er, doch die Entwicklung werde „noch Monate dauern“. Im März werde man dann gucken, ob die Mannschaft und die einzelnen Spieler soviel Stabilität gewonnen haben, das man wieder an die Regionalliga denken könne.

Eines aber hat Mitrovic schon jetzt festgestellt: Es mache viel Spaß in einem Klub mit den „besten Fans der Oberliga“. Und mancher Spieler komme besondern gern zum AFC, weil hier 1.000 Zuschauer ihre eigene Mannschaft beklatschen.

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