Nikolaj Dusek und Susanne Reich vor dem Eingang der 1896 erbauten Reiherstiegkirche. Beide freuen sich auf ein Fest mit vielen Begegnungen. Foto: K.P. Flügel

K.P. Flügel, Wilhelmsburg. „Feiern bringt die Leute zusammen. Das ist im Ursprung der Sinn des Reiherstiegfestes in Wilhelmsburg gewesen. Dass sich hier einfach die verschiedenen Kulturen im Stadtteil begegnen können. Und dass da ein Platz ist, auf dem sie sich treffen können“, sagt Susanne Reich, seit 2017 Pastorin der Emmauskirche.
Seit 2011 findet das Fest auf dem Vorplatz der Kirche an der Eckermannstraße statt, außer in den Corona-Jahren. Nun ist es für den 24. September angekündigt. In diesem Jahr wird neben dem zehnten Reiherstiegfest auch das 125-jährige Kirchenjubiläum begangen. Zudem feiert der Stadtteil Wilhelmsburg sein 350-jähriges Bestehen.
Pastor Nikolaj Dusek ist seit zwei Jahren in der Gemeinde tätig.. Er betont, dass während der Corona-Zeit vieles ausgebremst worden sei: „Erst allmählich kommen wir im Stadtteil wieder zusammen. Die lockere Atmosphäre beim Reiherstiegfest erleichtert Gespräche.“
Von der Freiwilligen Feuerwehr über verschiedene religiöse Gemeinden bis hin zur Wilhelmsburger Tafel oder der Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg werden viele Stadtteilinitiativen dabei sein. Um 12 Uhr wird das Reiherstiegfest mit einem Jubiläumsgottesdienst eröffnet, ab 13 Uhr treten auf der Kulturbühne drei Bands auf: die Seemannsliederkapelle Kabel-Jo, die Weltmusik darbietende Gruppe Music United und die Majestic Peppers, die Songs der Red Hot Chili Peppers covern.
Andere Menschen treffen, miteinander reden, Spaß haben – das sind die Herzensanliegen des gesamten Organisationsteams der Reiherstieg-Kirchengemeinde. Pastorin Susanne Reich unterstreicht den Grundgedanken, „alle Kulturen und die verschiedensten Menschen im Stadtteil zusammenzubringen. Hier ist Platz für alle und wir sind ein Stadtteil, in dem interkulturell und interreligiös viel geschieht. Das war vor der Pandemie so und wir hoffen, dass es so auch wieder wird.“
Ein Aspekt, über den sie sich freut, ist der der Veränderung in der Bevölkerungsstruktur im Quartier. „Es leben viele junge Menschen und Familien im Reiherstiegviertel, die auch unser Fest verändern und bereichern.“

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