Einmal im Monat schauen und diskutieren wir einen politischen Film mit Filmschaffenden, Aktivist*innen und Euch. Dieses Mal zeigen wir den Dokumentarfilm Hotel Migration von Ainhoa Montoya Arteabaro im Original mit dt. Untertiteln (2008).

Eine Gruppe Spanier, die seit 40 Jahren in Deutschland leben und nun im Ruhestand sind, reist nach Palma de Mallorca. Diese Reise findet im Rahmen des Programms IMSERSO statt, mit dem der spanische Staat Reisen für Rentner subventioniert. Diese Spanier kamen in den 1960er Jahren nach Deutschland, um zu arbeiten. Obwohl ihr Lebensmittelpunkt immer noch in Deutschland ist, sind sie nun auf Rente. Damit ist der Hauptgrund für ihre Auswanderung, die Arbeit, nicht mehr gegeben. Der Film spürt dieser Veränderung in ihrem Leben nach. Dabei werden die Gründe thematisiert, weshalb sie sich zur Auswanderung und dann zum Bleiben in Deutschland entschieden, und warum sie heute, mit der Rente, doch wieder an die Rückkehr denken. Dabei konfrontieren uns diese Lebensgeschichten der Migrationsbewegung der 1960er Jahre von Südeuropa Richtung Norden indirekt mit den gesellschaftspolitischen Auseinandersetzungen über Migration und Integration, die momentan in ganz Europa diskutiert werden. Nicht zuletzt ist Spanien selber von einem Auswanderungs- zu einem Einwanderungsland im Zuge der EU-Integration geworden. Der Film begleitet diese Gruppe Spanier auf ihrer Reise nach Mallorca, der typischen spanischen Ferieninsel für Deutsche. Die Interviews mit ihren Lebensgeschichten vermischen sich mit den Eindrücken ihres Urlaubsaufenthalts in dem Hotel auf Mallorca.

Ort: Kölibri

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