Die Vertrauensleute Rainer Abbenseth (v.l.), Claus W. Scheide und Jens Sturzenbecher übergaben die Unterschriften für das Bürgerbegehren. Foto: PR

RISSEN. Der erste Schritt ist getan: Offenbar wollen viele Altonaer, dass über die Zukunft des Wildgeheges und speziell über seinen Erhalt in der jetzigen Form noch einmal abgestimmt wird. Mehr als die mindestens dafür geforderten 6.095 Bürger unterschrieben das Begehren „Rettet das Wildgehege im Klövensteen“.
Vertrauensleute des Begehrens überreichten den Mitarbeitern des Altonaer Wahlamtes jetzt vier dicke Ordner mit Unterschriftenlisten. Die werden nun durch Mitarbeitende des Bezirksamts innerhalb von einem Monat geprüft.
Claus Scheide, Vorsitzender des Bürgervereins Rissen, der das Begehren zusammen mit Jens Sturzenbecher vom Förderverein Klövensteen und Rainer Abbenseth angestoßen hatte, ist zufrieden: „Das Wildgehege ist ein wichtiger Bildungs- und Naherholungsort für alle Menschen – nicht nur in Rissen. Dies zu erhalten, mit allen Tieren, Gehegen und professionellen Bildungsangeboten, ist immens wichtig.“
Für die Bürger heißt das: Genau hinschauen, welches Bürgerbegehren sie unterstützen. Denn inzwischen gibt es ein weiteres, dessen Ziel ein eher nicht-kommerzieller Naturerlebnisraum nur mit heimischen Tierarten sein soll. Dessen Unterschriftensammler sind noch unterwegs.
Um das Wildgehege war vor Jahren ein Streit entbrannt, bei dem nur eines klar ist: Das beliebte, aber in die Jahre gekommene Wildgehege soll erhalten werden, muss dafür aber dringend saniert werden. Doch das Bezirksamt hat dafür kein Geld.
Und: Wie das Wildgehege hinterher aussehen soll, ist noch immer komplett unklar. Die Vorschläge bewegen sich zwischen entfernten Polen: einem „Naturerlebnisraum“ mit Infotafeln und einigen wenigen heimischen Tierarten, und einem eher kommerziell orientierten Zoo-ähnlichen Park mit vielen Tieren in Gehegen, Waldschule, Führungen, Kino oder Zootheater, mit dem man auch das Geld für die Sanierung erwirtschaften könnte. Ein vom Bezirk in Auftrag gegebenes Gutachten hatte keine Klarheit über die beste Lösung gebracht.
Jens Sturzenbecher zeigte sich für sein Begehren optimistisch: „Die hohe Qualität der Bildungsangebote und die unmittelbare Tiererfahrung müssen erhalten bleiben.“ Claus Scheide: „Wir hoffen, dass seitens der politisch Verantwortlichen nun der Auftrag zum Erhalt des Wildgeheges angekommen ist und notwendige Sanierungen endlich vorangetrieben werden.

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