Der Ausgleich: Michael Gries hat zum 1.1 für Altona 93 nach 69 Minuten getroffen. Foto: M. Greulich

Bereits nach zehn Sekunden musste an der Adolf-Jäger-Kampfbahn der Ball gewechselt werden, das Spielgerät war platt und luftlos. Ähnlich zäh lief das Derby zwischen Altona 93 und dem TuS Osdorf an: 853 Fans waren Zeuge, wie groß der Umbruch der neu formierten Mannschaften gewesen war (das Elbe Wochenblatt berichtete). Viele Pässe kamen nicht an, die Teams wirkten nach ihrem Pokal-Aus in der zweiten Runde des Lotto-Pokals anfangs verunsichert. Der AFC siegte am Ende etwas glücklich mit 2:1 gegen kämpferisch starke Osdorfer, deren Formkurve aber langsam nach oben zeigt.

Ähnlich wie in den vorigen West-Derbys beharkten sich die Akteure intensiv. Osdorfs Papa Ndiaye musste den Platz nach einem rüden Foul von Theo Behrmann zunächst humpelnd verlassen, kehrte zur zweiten Halbzeit dann von den Fans des AFC laut beklatscht zurück. Als Ndiaye in der 52. Spielminute im gegnerischen Strafraum fiel, gab es Elfmeter. Jens Spranger traf zur Osdorfer Führung, die zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient war.

Gries schoss das schönste Tor des Tages

Der AFC erhöhte nun das Tempo. Kevin von Anhalt wurde an der Seitenlinie gefoult. Der von Moritz Grosche getretene Freistoß von seinem Mitspieler Michael Gries zum schönsten Tor des Tages veredelt. Es folgte ein schmeichelhafter Elfmeterpfiff für Altona: Randy Gyamenah fiel im Zweikampf mit Christopher Grünewald entkräftet auf den Rasen (78. Minute). Kevin zu Anhalt verwandelte den Strafstoß und zeigte beim anschließenden Torjubel einen sehenswerten Flicflac.

Ob Altona 93 den Schwung des ersten Saisonsiegs in der Oberliga am Freitag beim Auswärtsspiel bei Hamm United mitnehmen kann, wird sich zeigen. Der TuS Osdorf spielt am Sonntag, 14. August, um 15 Uhr bei Union Tornesch.

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