Klara Felicitas Thiele (l.) und Beke Trojan stehen vor einem von der Künstlerin Pia Fleckenstein bemalten Container. Foto: KP Flügel

Musikfestival vom 19. bis 21. August am Schlengendeich

KP Flügel, Wilhelmsburg

Nach zwei Jahren coronabedingter Festivalpause findet das MS Dockville am Schlengendeich von Freitag bis Sonntag, 19. bis 21. August, wieder im gewohnten Rahmen statt. „Die Kunst und die Musik prägen das Festival am meisten. Die Hafenkulisse natürlich ebenso. Das Gelände ist ja besonders“, erzählt Programm-Macherin Beke Trojan und weist darauf hin, dass schon seit dem 23. Juli auf dem Gelände das MS Artville stattfindet.

In dessen Rahmen haben um die 25 Kunstschaffende aus dem In- und Ausland auf dem Gelände gemalt, Skulpturen errichtet und performative Installationen aufgeführt. Eine Mischung verschiedener Stile bietet das Musikprogramm. Von Elektro, Indie, Hip-Hop bis hin zu Soul – jenseits des Mainstreams. Außerdem gibt es Performances, Yoga-Workshops und Lesungen, zum Beispiel mit der Fridays-for-Future-Aktivistin Luisa Neubauer.

Flexibel auf Krankheit oder kurzfristige Veränderungen reagieren

Gab es bei der Planung nach zwei Jahren Pandemie besondere Herausforderungen? „Wir müssen einmal mehr bei der Programmgestaltung flexibel reagieren, bei Krankheitsfällen oder bei kurzfristigen Veränderungen“, erzählt Beke Trojan. Die Quote an Programmveränderungen sei im Vergleich zur Zeit vor Corona viel höher geworden. „Ich habe schon eine Liste von potenziellen Nachrücker-Künstler:Innen für den Fall der Fälle. Es ist kein Veranstaltender davor gesichert, kurzfristig reagieren zu müssen.“ Dennoch fühle es sich für sie an wie ein Schritt zurück zur Normalität.

In diesem Jahr werden unsere Gesichter genauso strahlen wie die von den Menschen
vor der Bühne
Beke Trojan,
Programm-Macherin
MS Dockville

Dem stimmt Klara Felicitas Thiele zu. Sie ist für die Social-Media-Aktivitäten zuständig und freut sich auf, wie sie sagt, „back to normal“. Für die Bebilderung der Internetseite habe sie sich viele Fotos aus den Jahren 2018 und 2019 angeschaut. „Ich möchte darstellen können, wie es vor Corona aussah. Die Massen auf dem Gelände vermitteln einem schon ein anderes Gefühl. Es ist kein unangenehmes, sondern eher ein freudiges. Endlich kann es wieder so sein, wie wir es gewohnt sind und wie wir alle es liebgewonnen haben.“

Besonders schön findet es Klara Felicitas Thiele, sich während eines Auftritts vor oder auf die Bühne zu stellen „und dann in die lächelnden und glücklichen Gesichter der Besucher: Innen zu schauen. Das ist immer ein besonderer Moment, wenn man merkt, das Gelände füllt sich und sich die Menschen anzuschauen, die da kommen und zu merken, wie zufrieden sie das macht, hier sein zu können. Dann weiß man, warum man das macht, was man macht.“ Darauf freut sich auch Beke Trojan: „Das ist ein Schlüsselmoment, der durch die Pandemie relativ lange ausgeblieben ist. In diesem Jahr werden unsere Gesichter genauso strahlen wie die von den Menschen vor der Bühne.“

Weitere Informationen und Tickets: www.msdockville.de

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