Volle Ränge gegen Eintracht Norderstedt: Im April 2019 sahen 1.300 Zuschauer, wie der Oberligist TuS Osdorf gegen den Regionalligaklub 0:3 r. Foto: ms

Von Jörg Marwedel. Wenn am 31. Juli die neue Oberliga-Saison für den TuS Osdorf mit einem Heimspiel gegen den SV Curslack/Neuengamme beginnt, wird die Elf „eine Wundertüte“ sein. So sagt es TuS-Manager Cemil Yavas. Das heißt: man weiß noch nicht, ob das neue Team so gut funktioniert wie in der letzten Spielzeit, als man die Aufstiegsrunde nur um ein Tor verpasste.

Denn mit Prince Hüttner, Abdoul Saibou (beide zu Altona 93), Kay-Fabian Adam (SV Eichede) und Mustafa Ercetin (Süderelbe) habe man „Qualität verloren“, gibt Yavas zu. Zudem kommen fünf Spieler, die noch keine Erfahrung im Herrenbereich gesammelt haben. „Wir bilden sie aus“, sagt Yavas. Das ist schon lange das Konzept.

Saibou und Hütter wechselten zu Altona 93

Die besten Zugänge haben wohl auf dem Trainersektor stattgefunden. Coach Philipp Obloch erhält mit Daniel Lopez und Koray Gümüs zwei neue Assistenten, die schon bewiesen haben, dass sie bestens geeignet sind, Spieler auszubilden. Lopez war Trainer von Teutonia 05 II, die in der Bezirksliga Süd Vizemeister wurden. Gümüs war Manager beim Aufsteiger Eimsbütteler TV, arbeitete auch mit dem heutigen Co-Trainer des FC St. Pauli Loic Favé zusammen.

Um den als Ziel ausgerufenen „einstelligen Tabellenplatz“ zu schaffen, müssen aber Altgediente wie Tim Jobmann, Kevin Trapp, Felix Spranger, Papa Ndiaye und Robin Schmidt helfen, um die acht Zugänge schnellstmöglich zu akklimatisieren. Ein weiteres Handicap: Torjäger Jeremy Wachter hat private Probleme und kickt vorerst nur in der U23.

Da erhofft man sich von Mats Lahrtz, 21, Hilfe. Der vom SC Victoria gekommene Stürmer soll möglichst „ein paar Buden machen“, sagt Yavas. Auch von den neuen Mittelfeldspielern Jeremy Miljevic (25, Teutonia 05 II) und Ahmed Ak (21, Meiendorfer SV) wünscht man sich jene Stabilität, um weiter „bissig, aggressiv und offensiv“ aufzutreten.

Die Akteure, die gegangen sind, verdienen wohl nun in der gleichen Spielklasse vermutlich ein paar Euro mehr. Denn der TuS Osdorf zahlt weiter keine Festgelder wie andere Klubs. Sehr kritisch sieht Osdorfs Manager deshalb auch den Weg des Lokalrivalen Altona 93, der praktisch die gesamte Mannschaft ausgewechselt hat. Die werden es „schwer haben, einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen“, prophezeit er. Schon am 6. August findet das Derby auf der Adolf-Jäger-Kampfbahn statt.

Neben Dauermeister TuS Dassendorf, dem TSV Sasel, dem Niendorfer TSV und dem SC Victoria traut Yavas einem Aufsteiger am meisten zu: dem ETV, der seine junge Mannschaft jahrelang zusammengehalten hat und zudem ein paar gute Zugänge verbuchte. Auf diese Weise stieg auch der TuS Osdorf 2016 in die höchste Hamburger Liga auf.

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