Gerne auch per Rad unterwegs: Wolfgang Timm, Hamburger Lauftrainer und Initiator der „Mottenburger Meile“. Das Foto entstand auf dem Altonaer Balkon. Foto: pr

7,5 Kilometer an der Elbe entlang: Nach sechs Jahren Pause gibt es den Nachtlauf wieder

Ch. v. Savigny, Hamburg-West

Stimmungsvoller geht es kaum: Die letzten 100 Meter der „Mottenburger Meile“ werden die Teilnehmer durch eine Allee mit brennenden Fackeln geschickt, bevor sie dann – hoffentlich von großem Jubel begleitet – im Ziel beim Strandhaus „Brücke 10“ am Elbufer eintreffen. Zum ersten Mal seit sechs Jahren startet am Freitag, 19. August, wieder Hamburgs kultiger Nachtlauf über die Distanz von 7,5 Kilometern, was einer früheren „preußischen Meile“ entspricht. Start- und Zielpunkt sind identisch, gewendet wird kurz hinter dem Restaurant „Dill sin Döns“ in Nienstedten.

Die Atmosphäre an der Elbe, wenn abends die Schiffe reinkommen – das kann man gar nicht mit Geld
bezahlen
Wolfgang Timm,
Mitorganisator „Mottenburger Meile“

Die Strecke führt durchgehend am Elbufer entlang. Wer dabei sein will, zahlt zehn Euro Teilnahmegebühr. Insgesamt sind 300 Starter zugelassen. Der Streckenrekord liegt übrigens bei 24 Minuten und 30 Sekunden. „Es geht aber gar nicht nur um Geschwindigkeit“, sagt Wolfgang Timm, Vorstand im Laufteam Haspa Marathon e. V. und Hauptorganisator des Events. Hauptziel sei es, gemeinsam einen schönen, stimmungsvollen Abend zu verleben. „Die Atmosphäre an der Elbe, wenn abends die Schiffe reinkommen – das kann man gar nicht mit Geld bezahlen“, sagt Timm.

Daher auch die späte Startzeit: Erst um 22 Uhr werden die Läufer auf die Reise geschickt – was natürlich auch den Vorteil mit sich bringt, dass es nicht mehr so heiß ist und der Elbuferweg hoffentlich weniger überlaufen sein wird. Die Streckenabsicherung übernimmt das Haspa Marathon Team.

Initiator Wolfgang Timm ist selbst Sportler durch und durch und begleitet bisweilen den Ottenser Lauftreff, den er vor Jahrzehnten selbst gegründet hat, beim Training. „Ich bin in meinem Leben schätzungsweise 80.000 Kilometer gelaufen“, berichtet der 75-Jährige, dem man sein Alter nicht ansieht. „Sport ist für mich so normal wie essen und trinken.“

Gerne gibt Timm, der sich mit typischen Läufer-Zipperlein wie Sehnenreizungen und Fußfehlstellungen mittlerweile perfekt auskennt, dabei Tipps für richtiges Laufen. „Manche sagen, Joggen sei ungesund für Knochen und Gelenke. Aber das ist dummes Zeug“, meint er. Man müsse eben auf seinen Körper hören. „Wegen Corona musste ich zuletzt drei Monate pausieren“, so Timm. Nun lege er ganz langsam wieder los. „Es wird bestimmt ein Jahr dauern, bis ich wieder ganz der Alte bin“, berichtet er. Die Gelenke seien bei ihm aber tipptopp in Ordnung.

Der Sieger, beziehungsweise die Siegerin, der Mottenburger Meile erhalten jeweils eine gute Flasche Wein. Unter allen Teilnehmern wird außerdem ein Veranstaltungsbesuch für zwei Personen verlost. Die Einnahmen der Veranstaltung gehen an das Hamburger Spendenparlament und an das Projekt „Stolpersteine“.

>> Anmeldung bis Sonntag, 14. August, unter MottenCastle@web.de

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