Sie geben Unterricht: Babak Hasheminagaad (Kickboxen), Moritz Stetter (Comiczeichnen), Nasanin Azadzoy (Kickboxen). Foto: cvs

Schonmal einen Lehmofen gebaut und anschließend darin Brot gebacken? Einen Workshop für Stop-Motion-Filme besucht? Auf exotischen Instrumenten wie Saz (türkische Laute), Setar (persische Laute) oder Santur (persische Brettzither) gespielt? In diesem Sommer starten die neuen Kurse der Community School Lurup („Lurum“), deren Programm sich an Interessenten aller Altersgruppen (ab 16 Jahre) richtet. Das Besondere: Die Angebote des „Lurum“ sind durchweg kostenfrei, lediglich für die stark nachgefragten Instrumentenkurse muss ein – kleiner – Teilnahmebeitrag entrichtet werden. Auf die nicht ganz alltägliche Kursauswahl sind die Verantwortlichen besonders stolz: „Wir wollten ganz bewusst kein Mainstream-Programm machen“, sagt Nabila Attar aus dem dreiköpfigen Leitungsteam. Wer als Besucher zusätzliche Ideen für Workshops oder Kurse mitbringe, dürfe diese auch gerne äußern. „Unser Ziel sind Angebote, die man sonst im Stadtteil nicht findet.“

Weitere Beispiele: Jeweils donnerstags von 15 bis 18 Uhr findet ein Comic-Zeichenkurs statt, in dem die Teilnehmer nach Lust und Laune – und unter fachkundiger Anleitung – den Zeichenstift schwingen können. Zudem startet am Sonnabend, 16. Juli, ein viertägiger Handyfilm-Workshop. Gemeinsam werden Ideen gesammelt, anschließend wird gefilmt und geschnitten. Mitbringen müssen die Teilnehmer nur ihr Smartphone – Laptops und Bearbeitungssoftware gibt es vor Ort (kurzfristige Anmeldung möglich).

Weiterhin werden Kurse im Umgang mit der Kreativsoftware „Affinity“ und für professionelle Musikaufnahmen („Music Producing“) angeboten. Wer weniger kreativ sein und vielleicht lieber konsumieren oder chillen möchte, kann beispielsweise das wöchentliche Kulturcafé (mittwochs 14 bis 18 Uhr) oder einen internationalen Filmabend besuchen. Die Streifen werden jeweils im Original mit Untertitel gezeigt (jeden dritten Mittwoch im Monat ab 18.30 Uhr).

Das „Lurum“ wurde im Februar 2021 eröffnet und startet – nach einer langen Corona-Durststrecke – nun erstmals so richtig durch. „Dank der großzügigen Förderung durch das Programm ‚Neustart Kultur‘ sind wir in der luxuriösen Situation, beim Programm ein bisschen herumexperimentieren zu können“, berichtet Attar. Koordiniert wird die „Community School“ (das Vorbild stammt aus Skandinavien) vom Lichtwark Forum in Lurup.

>> Lurum, Flurstraße 15, www.lurum.de

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