SÜLLDORF. Mikroplastik und Schwermetalle im Regenwasser, zum Beispiel aus dem Abrieb von Autoreifen, und häufigerer Starkregen belasten die Umwelt. Mit dem Bau von zwei neuen Regenwasserbehandlungsanlagen will Hamburg Wasser Altonas Niederschläge von Schmutz befreien und Starkregen aufhalten. Im Lehmkuhlenweg, Ecke Schlankweg auf der Lehmkuhlsweid wird jetzt eine Reinigungsanlage gebaut.
Im März 2023 sollen die Arbeiten fertig sein. Dann werden mit Schilf bewachsene Filterbecken Schmutz von der Sülldorfer Landstraße und dem Sülldorfer Kirchenweg zurückhalten. Das Regenwasser fließt gereinigt in den Schlankweggraben und von dort in die Wedeler Au. Eine weitere Regenwasserbehandlungsanlage will Hamburg Wasser ab Januar 2023 an der Volksparkstraße bauen.
In den neuen Anlagen wird das Wasser auf den Bodenfilter geleitet und sickert langsam durch den Sandfilter. Die Schilfbepflanzung in den Becken sorgt mit ihren Wurzeln dafür, dass die Filterschicht durchlässig bleibt. Sie kann den Schmutz mehrerer Jahrzehnte aufnehmen. Das gereinigte Wasser sammelt sich über der abgedichteten Beckensohle. Über eine Drainageleitung gelangt es schließlich ins Gewässer.
In Hamburg gibt es vier weitere Regenwasserbehandlungsanlagen mit speziellen Bodenfiltern. Sie reinigen das Wasser nicht nur, sondern halten es – zum Beispiel nach einem Starkregen – eine Zeit lang zurück und schützen auch vor Überschwemmungen.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here