Der Grandplatz der GFSV an der Notkestraße. Foto: MS

Von Mateo Schneider. Es sind Insider aus dem Hamburger Sportbund (HSB), die nicht genannt werden wollen. Sie halten das Vorhaben „für ein Luftschloss“. Das „Hamburger Abendblatt“ hatte im Mai berichtet, der Fußballplatz der Groß-Flottbeker Spielvereinigung (GFSV) könne möglicherweise auf das Dach eines Forschungszentrums von DESY umziehen. Das Forschungszentrum ist auf einem Teil des Sportplatzes geplant. Die GFSV hätte dann weiterhin einen zweiten Platz in der Nähe ihrer Heimat an der Notkestraße.

Pikant ist: An der Diskussion ist der Verband mit einer Bedarfsanalyse im Westen beteiligt. „Ich sehe das nicht als ein Luftschloss“, betont dagegen Udo Goldenstein, der Erste Vorsitzende der betroffenen Spielvereinigung Groß-Flottbek. „Auf einem Treffen der Vereine der IG West, an dem auch der HSB beteiligt war, lautete der Tenor: Man muss angesichts knapper oder nicht mehr vorhandener Flächen anders denken.“ Anders denken, bevor nach der Hafen City und der Neuen Mitte Altona ein weiteres Wohngebiet ohne ausreichende Sportplätze entsteht.

Bislang haben GFSV und DESY nicht gesprochen

Doch lassen sich widerstreitende Interessen unter einen Hut bringen? Und wie soll das gemacht werden? Auf der einen Seite die DESY-Halle, die auf dem Sportplatz „gesetzt“ ist. Auf der anderen Seite die sportlichen Interessen von Kindern und Jugendlichen. Unstrittig nach der Corona-Pandemie ist, dass die Bedeutung sportlicher und spielerischer Betätigung kaum überschätzt werden kann.

„Im Prinzip muss die Sichtweise auf das Geld und auf die Wilhelmshöh auf links gedreht werden“, ist sich Goldenstein sicher. Betroffen wären von den Baumaßnahmen, für die vor kurzem offensichtlich bereits „vorbereitende“ Messpunkte auf dem Sportplatzgelände platziert worden sind, nicht nur der Grandplatz, sondern auch Umkleidekabinen, das Vereinshaus und die an das Gelände der Polizeiwache angrenzende Spielfläche für Kinder. Schließlich muss eine Halle mit einer Grundfläche von ungefähr 3.000 Quadratmetern untergebracht werden.

Konsequent auf links gedreht hieße jedoch auch, das an DESY-Gelände unmittelbar angrenzende Basketballfeld und das Kunstrasen-Halbfeld in die Überlegungen mit einzubeziehen. „Es gibt aktuell noch keinen Druck seitens des DESY, aber es hat auch noch keinen direkten Kontakt gegeben“, sagt Goldenstein, „Ich werde demnächst einen Versuch starten.“

>> www.gfsv.de

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