NIENSTEDTEN. Er wollte wohl Spaß und ein bisschen Abkühlung im Wasser, unterschätzte die Gefahr – das wurde einem 13-Jährigen am vergangenen Sonnabend zum Verhängnis: Beim Fähranleger Teufelsbrück war er ins Wasser gesprungen, obwohl er nicht schwimmen konnte, und ertrank.
Mit einigen Bekannten hatte der Jugendliche den warmen Abend am Fähranleger genossen, war nach Zeugenaussagen gegen viertel vor acht auf den Anleger gegangen und ins Wasser zwischen Anleger und Ufer gesprungen. Dann rief er um Hilfe, da er sich nicht über Wasser halten konnte. Auf einmal war der Jugendliche nicht mehr zu sehen. Mehrere Jugendliche aus der Gruppe sprangen hinterher und versuchten, den Jungen zu retten – vergeblich. Vermutlich war er sehr schnell untergegangen. Eine große Suchaktion, bei der unter anderem Feuerwehr, Rettungsboote der DLRG, ein Polizeihubschrauber und eine Drohne im Einsatz waren, verlief zunächst ergebnislos. Erst nach etwa einer Stunde fanden Feuerwehrtaucher den Teenager auf dem Grund der Elbe unter einem Ponton und holten ihn an die Oberfläche.
Er wurde vor Ort reanimiert und mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht, wo er in der Nacht zu Sonntag starb. Nach Angaben der Polizei war der Junge aus freien Stücken ins Wasser gesprungen, dabei nicht geschubst oder gestoßen worden. Die Jugendlichen, die bei dem Unglück dabei waren, mussten von Seelsorgern des Roten Kreuzes betreut werden.

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