Schulleiterin Katja Schlünzen greift gern beim „Amuse Gueule“ – den Appetithäppchen – zu. Semih aus dem Jahrgang macht einen guten Job im Team Service. Foto: Miguel Ferraz

Sabine Langner, Wilhelmsburg. Servieren statt büffeln hieß es für die Schüler der Stadtteilschule Wilhelmsburg, als sie nach mehrjähriger Pause wieder ein Stadteildinner auf dem Stübenplatz organisierten. In Kooperation mit dem Team der Kochburg, dem Restaurant im Wilhelmsburger Bürgerhaus, bereiteten die Schüler ein Drei-Gänge-Menü vor.

Junglehrer Denny Hermann-Schuster (4. v. r.) ist glücklich: „Meine Schüler haben eine Top-Leistung abgeliefert. Alles lief wie am Schnürchen.“
Foto: Miguel Ferraz.

Lange weiß eingedeckte Tische luden die 90 geladenen Gäste zum stilvollen Tafeln ein. Bewusst wurden ein paar mehr Plätze vorbereitet, damit die Wilhelmsburger, die sich spontan entschieden, am Dinner teilzunehmen, mitessen konnten.
Neben dem Kochen, der maritimen Dekoration der Tische und dem Servieren der Speisen hatte ein Teil der Schüler auch noch ein Unterhaltungsprogramm vorbereitet. Während die Gäste noch dem ersten Gang – einem raffiniert zubereiteten Salat – nachschmeckten, verkürzten zwei Schülerinnen mit Solo-Gesangseinlagen die Wartezeit bis zum Hauptgang. Großes Lob gab es dann für die Veggie-Burger mit Strohkartoffeln und noch mehr Applaus bekamen die Schüler der Oberstufe, die in einem kleinen Theaterstück die Sturmflut von 1962 thematisierten. „Hinter den Kulissen lief derweil alles nach Plan. Die Schüler der Klasse 9e belegten konzentriert 100 Teller, die elfte Klasse servierte diese flott in weißem Hemd und Schürze. „Eine starke logistische Performance“, schwärmt Lehrerin Iris Hahn-Möller.
Noch lange nach dem Dessert – Erdbeer-Rhabarber Crumble – saßen die Gäste zusammen und diskutierten darüber, wie moderner Unterricht aussieht und welche Fähigkeiten die jungen Menschen brauchen, um auch in zukünftigen Arbeitswelten erfolgreich bestehen zu können.

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