Nach den Sommerferien soll der Umbau fertig sein. Foto: JÖM

Von Jörg Marwedel

OTHMARSCHEN. Eine Volkshochschule ist baulich nicht so leicht zu verändern, wenn die Gebäude in den Jahren 1894 und 1913 errichtet wurden. Bei der Volkshochschule West in der Waitzstraße 31 sollten eigentlich im April die Arbeiten zur barrierefreien Bildungseinrichtung abgeschlossen sein, damit sie auch behinderten oder alten Menschen gut zugänglich ist. Mit abgesenktem Fundament, Fahrstühlen, neuem lichtdurchfluteten Eingang und einem nach unten verlegten Anmeldungsbüro. Jetzt, sagt Regionalleiter Carsten Giewald, wird es wohl noch bis Ende der Sommerferien Mitte August dauern, bis alles fertig ist.
Schuld daran sind Corona und die aktuelle Handwerkerkrise: Viele überlastete Betriebe hätten sich nicht an Absprachen gehalten, sagt Giewald. Selbst die Statiker, die wegen des neuen Fundamentes gebraucht wurden, kamen nicht wie geplant. Auch bei den Baumaterialien gab es Probleme, sie konnten zum Teil nicht rechtzeitig geliefert werden. Zudem gab es die Überraschung, dass bei der Absenkung zum Teil große Feldsteine gefunden wurden, die im Wege waren.

Fünf Räume derzeit nicht nutzbar
Derzeit sind weiter die Keramikwerkstatt, der Gesundheitsraum und drei weitere Räume gesperrt. Das ist aber zu verkraften, so Giewald, weil seit der Corona-Zeit etliche Kurse auch online abgehalten werden.
Dabei hat der vom Denkmalschutzamt überwachte Umbau des Jugendstilensembles auch ästhetisch etwas Gutes gebracht: Man fand schmiedeeiserne Original-Gitter, die nun wieder zur Geltung kommen werden. Von der barrierefreien Volkshochschule werden nicht nur Rollstuhlfahrer profitieren, sondern auch Menschen, die auf einen Rollator angewiesen sind. Und gerade die Volkshochschule West, sagt Giewald, hat viele ältere Teilnehmer. Mancher Bildungshungrige hat das achtzigste Lebensjahr schon überschritten.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here