Bastian Henrichs ist bei Viva con Agua für die Pressearbeit zuständig.Foto: KP Flügel

Von KP Flügel. Nach zweijähriger coronabedingter Pause findet im St. Pauli-Stadion vom 23. bis 26. Juni die Millerntor Gallery wieder statt. „Zum zehnten Mal“, freut sich Bastian Henrichs, Sprecher von Viva con Agua (VcA). „Urban-Art-Kunstschaffende werden die Wände in den Tribünen gestalten. Außerdem können gehängte Kunstwerke erworben werden. Darüber hinaus gibt es Musik, Diskussionsforen und eine wirklich außergewöhnliche, schöne Atmosphäre.“

Die Millerntor Gallery ist nur eine von vielen Aktionen, mit denen die 2006 vom ehemaligen St. Pauli-Mittelfeldspieler Benjamin Adrion gegründete Organisation Viva con Agua auf ihre Arbeit aufmerksam macht und Spenden für sauberes Trinkwasser sammelt.

Gemeinsam mit verschiedenen Partnerorganisationen wie der Welthungerhilfe fördert VcA hauptsächlich Projekte in Ostafrika sowie in Nepal und Indien. „Es werden nicht nur Brunnen gebaut. In einem Projekt in Tansania werden Nebelkollektoren aufgebaut, die Wasser aus der Luft heraussaugen. In Südafrika geht es eher um Toiletten und Wasserbassins, um Regenwasser zu sammeln“, so der 43-Jährige. Wichtig sei, die Menschen in die Lage versetzen, die Brunnenlangfristig instandzuhalten.

Inzwischen sind aus der Idee Viva con Agua ein Verein, mehrere soziale Unternehmungen und eine Stiftung entstanden. Henrichs nennt das „Social Business“. Bekannt ist auch das Mineralwasser, das auf jeder Pressekonferenz des Senats auf den Tischen steht. Beim Mineralwasser sei man Lizenznehmer. „Wir bekommen Lizenzgebühren, die wieder in den Verein fließen“, so Henrichs. Das gleiche gelte für Goldeimer, ein eigenes Unternehmen, das unter anderem Klopapier und Seife herstellt.
Vom Kiez ins Münzviertel

Als jüngstes Sozialprojekt plant VcA die „Villa Viva“ im Münzviertel. Geplant ist ein Gasthaus mit Hotelbetrieb sowie Räumen für Veranstaltungen. Nach Fertigstellung wird VcA von den Räumen auf St. Pauli in die Nähe des Hauptbahnhofs umziehen. In dieses Projekt haben sozial eingestellte Investoren wie Bela B. oder Jan Delay eingezahlt, um das Eigenkapital zusammenzulegen.

>> www.vivaconagua.org

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