Unterstützung ist wichtig. Grafik: MVDE

Olaf Zimmermann, Wilhelmsburg. Die 13. Ausgabe von „48h Wilhelmsburg“ läuft von Freitag, 10. Juni, 18 Uhr, bis Sonntag, 12. Juni, 18 Uhr. Das Gesamtbudget des Festivals liegt in diesem Jahr bei 228.000 Euro. Davon haben die Veranstalter vom Bürgerhaus Wilhelmsburg und dem Netzwerk Musik von den Elbinseln „durch aktives Fundraising“ 203.000 Euro selbst akquiriert.
„Das sind 39 Prozent Zuwendungen der öffentlichen Hand, 23 Prozent Sponsoring, 22 Prozent Bundesmittel aus Coronahilfeprogrammen und fünf Prozent aus privaten Stiftungen. Das Bürgerhaus stellt dazu einen Teil der Personalkosten und wichtige Planungsinfrastruktur. Elf Prozent sind erwartete Einnahmen, also aus dem Verkauf von Supporterbändchen, Getränken und Spenden“, wird auf Anfrage mitgeteilt.
Die Möglichkeit, eigene Einnahmen zu erwirtschaften, sind im Vergleich zu anderen Festivals eher gering. Bei 48h Wilhelmsburg wird bewusst kein Eintritt erhoben und auf große Bierbuden verzichtet. Deswegen sind Spenden oder der Kauf von Supporterbändchen wichtig.
In jedem Jahr muss aufs Neue geprüft werden, wie das Festival finanziert werden kann und welche Fördertöpfe in Frage kommen. Das Problem: Projektförderungen sind stets befristet, die Mittel müssen immer wieder neu beantragt werden. Die bewilligten Fördersummen sind unterschiedlich.
„Für kommendes Jahr kommt erschwerend hinzu, dass die Bundesmittel aus Coronaprogrammen, die wir in diesem Jahr kriegen, 2023 nicht mehr zur Verfügung stehen werden. Das bringt enorme Planungsunsicherheit und erlaubt keine nachhaltige Entwicklung“, sagen die Veranstalter, die statt einer jährlichen Projektförderung eine „nachhaltigere Regelfinanzierung“ anstreben.
Wie dies zu erreichen ist, darüber diskutieren im Publikumsgespräch am Sonntag, 12. Juni, 14 Uhr, im Bürgerhaus-Garten unter anderem Bezirksamtsleiter Ralf Neubauer, Corinne Eichner (Stadtkultur) und Vertreter aus dem Stadtteil.

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