Symbolischer Spatenstrich fürs neue Quartiershaus : Manfred Heinrichs (Stadtteilbeirat Neugraben-Fischbek), die Senatoren Andreas Dressel und Dorothee Stapelfeldt, Jens Kerkhoff (Gebäudemanagement Hamburg) und Dierk Trispel (Bezirksamt Harburg, v.l.). Foto: wit

Wolfgang Wittenburg, Süderelbe. Bauboom in Süderelbe. Allein im Bereich Neugraben-Fischbek soll die Bewohnerzahl in den nächsten acht Jahren von 28.000 (Stand 2016) auf 40.000 steigen. Auch die Infrastruktur muss mitwachsen. Am Vogelkamp wurde gerade der dritte Quartiersplatz eröffnet, jetzt erfolgte in der Sandbek-Siedlung der Spatenstich für das „Ohrns Inn“: Der offene Treffpunkt soll den Mittelpunkt des neu entstehenden „Quartierszentrum Ohrnsweg“ bilden.
Nach Vorstellung der Planer wird der Neubau hinter der Grundschule Ohrnsweg, die Bruttogeschossfläche beträgt rund 1.500 Quadratmeter, bereits bis Jahresende fertig sein. Die Baukosten, rund sieben Millionen Euro, werden über das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (2,5 Millionen) und das Hamburger Wirtschaftsstabilisierungsprogramms (4,5 Millionen) finanziert. Zum symbolischen Spatenstich waren gleich zwei Senatoren in den Hamburger Süden geeilt: Andreas Dressel (Finanzen) und Dorothee Stapelfeldt (Stadtentwicklung).
Das Treffpunkthaus Sandbek des Margaretenhorts und die Straßensozialarbeit Sandbek sowie eine Kita werden in das Haus einziehen. Dann können dort Angebote wie Familienberatung, Müttercafé, Elternschulkurse gebündelt werden. Ein vielseitig nutzbarer Stadtteilraum wird für alle offen stehen. Der Bereich Ohrnsweg soll sich mit der erweiterten Grundschule, dem Quartiershaus und attraktiven Freiflächen zu einem Ort der Begegnung für alle Anwohner entwickeln.

Fünf Fragen zum „Ohrns Inn“ – beantwortet vom
stellvertretenden Bezirksamtsleiter Dierk Trispel

Für die verhinderte Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen war ihr Stellvertreter Dierk Trispel, Harburgs Rechts- und Verwaltungsdezernent, an den Ohrnsweg gekommen.

EW: Welche Bedeutung hat das Quartiershaus „Ohrns Inn“ für die Region Süderelbe und den Stadtteil?
Trispel: Der Stadtteil Neu-graben-Fischbek erfährt aktuell einen erheblichen Bevölkerungszuwachs und damit steigende Anforderungen an die Infrastruktur. Das Quartiershaus stärkt die gesellschaftliche und soziale Infrastruktur im Quartier und schafft auch neue Angebote. Es entfaltet auch Strahlkraft über das Quartier hinaus für den ganzen Stadtteil. Das ,Ohrns Inn‘ liegt zwischen dem geplanten Neubauquartier Fischbeker Reethen und der Siedlung Sandbek und wird zukünftig ein wichtiges Bindeglied zwischen Bestehendem und Neuem.

Was braucht es für so ein Bauprojekt – welche Behörden und Bereiche sind am Bau beteiligt?
Die Finanzbehörde und die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen als Finanziers und das Bezirksamt Harburg als Bauherr. Gebäudemanagement Hamburg, GMH, hat die Funktion als städtischer Realisierungsträger übernommen, die Behörde für Schule und Berufsbildung hat das erforderliche Grundstück bereitgestellt und die Sozialbehörde unterstützt dabei, das Gebäude mit Angeboten zu füllen.

Wie leicht oder schwer war es, alle Beteiligten unter einen Hut zu bekommen?
Es gibt natürlich einen hohen Abstimmungsaufwand zwischen den beteiligten städtischen Dienststellen, den künftigen Nutzern, der Schule sowie Vereinen und Institutionen im Stadtteil. Auch wenn das Vorhaben ein herausforderndes Pilotprojekt ist, ziehen doch alle Beteiligten an einem Strang und machen es zu einem erfolgreichen Vorhaben, das wirklich sehr viel Freude macht.

Wie ist es möglich, diesen Bau bis zum Jahresende fertigzustellen?
Das Gebäude wurde in Holz-Modulbauweise geplant und wird im Werk vorgefertigt. Dadurch kann gegenüber einem konventionellen Bau sehr viel Zeit gespart werden.

Was wünschen Sie der Region Süderelbe und dem „Ohrns Inn“ für die Zukunft?
Der Region wünsche ich, dass vom Zuzug weiterer Menschen am Ende ein Mehrwert für alle bereits hier Lebenden und die hinzukommenden Bürger verbunden ist. Auch das Image des Stadtteils soll davon profitieren. Dem ,Ohrns Inn‘ wünsche ich alles Gute für die Bauphase und den späteren Betrieb und einen hohen Nutzen für den Stadtteil!“

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