Brit-Meike Fischer-Pinz vor dem sanierten Schulgebäudes an der Cuxhavener Straße 400. Foto: wit

Wolfgang Wittenburg, Süderelbe. Die Sanierung der alten Fischbeker Schule geht erkennbar dem Ende entgegen. Mit der roten Backsteinfassade, den dunkelgrauen Holzrahmen an den Fenstern und dem (künstlichen) Reetdach sieht das Gebäude wieder wie neu aus: In wenigen Wochen soll im Erdgeschoss auf 240 Quadratmetern eine Filiale der Bäckerei Schrader eröffnen. Das Obergeschoss wird von der Geschichtswerkstatt Süderelbe genutzt.
Hintergrund: Seit dem Auszug einer Kindertagesstätte 2012 stand das historische Gebäude leer. Es verfiel zusehends, nach einem Brand drohte sogar der Abriss. Dass die alte Schule immer noch steht und sogar umfassend saniert wird, ist einer Vereinbarung zwischen dem Bezirk und dem Discounter Aldi zu verdanken.
Aldi wollte seine Filiale an der Cuxhavener Straße vergrößern, benötigte hierfür eine zusätzliche Fläche und die Genehmigung durch den Bezirk. Der Bezirk gab grünes Licht – und im Gegenzug verpflichtete sich Aldi, das alte ortsbildprägende Gebäude von Grund auf zu sanieren. „Damit sind wir in Kürze fertig“, erklärt „Aldi“-Pressesprecher Axel vom Schemm. Dass für das Dach künstliches Reet statt Naturreet verwendet wurde, ist kaum zu erkennen. Kunstreet reduziert die Brandgefahr, gilt aber als nicht recyclebar.
„Ich freue mich sehr darüber, dass an diesem Standort ortsgeschichtliche Bezüge erhalten werden und ein optisch ansprechendes Gebäude entstehen konnte“, sagt CDU-Lokalpolitikerin Brit-Meike Fischer-Pinz, die lange für den Erhalt der alten Schule gekämpft hatte.

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