Studenten und Azubis der Hochbahn werden zusammen mit Hanseatic Help an verschiedenen Standorten in der Stadt Spenden sammeln. Foto: Hochbahn

HAMBURG. Die vom Arbeiter-Samariter-Bund betriebene Anlaufstelle für Geflüchtete aus der Ukraine im Hauptbahnhof wurde wieder geschlossen. Der Grund: es kommen nur noch etwa 100 Menschen pro Tag auf der Flucht vor Putins Angriffskrieg nach Hamburg. Zu Beginn des Krieges waren es noch bis zu 2.000 Menschen gewesen. Laut Innenbehörde ließen sich 24.380 geflohene Menschen in Hamburg registrieren. Rund 21.000 von ihnen leben noch hier.
Rund 100 von ihnen können ein vorübergehendes Heim im ehemaligen Eimsbütteler Seniorenzentrum Hagenbeckstraße finden. Dort betreut die Arbeiterwohlfahrt AWO ab sofort im Auftrag des städtischen Unternehmens „Fördern und Wohnen“ rund 100 Einzimmerappartments. Zum Team gehören auch ukrainisch sprechende Mitarbeiter und Freiwillige. Zunächst wird Verpflegung aus der zentralen Küche angeboten. Später sollen die Menschen selbst in mehreren Gemeinschaftsküchen kochen. Wer die Flüchtlingsarbeit der AWO unterstützen möchte, findet auf der Homepage (www.awo-hamburg.de) ein Spendenkonto.

Spendenbus für die Ukraine
Ein neuer Spendenbus für die Ukraine, den die Hochbahn zusammen mit Hanseatic Help betreibt, traf vor dem Benefizspiel im Volksparkstadion am vergangenen Sonnabend auf „gute“ Resonanz, so Hochbahnsprecher Christoph Kreienbaum. In den nächsten Monaten soll der Bus an verschiedenen Plätzen der Stadt halten. Termine stehen noch nicht fest.

Gegen Putins Propagandalügen
Arnold Schwarzenegger und Gregor Gysi haben mit Videobotschaften an die Russen vorgemacht, die Harburger FDP zieht nach: FDP-Mitglieder haben einen „Brief an unsere russischen Freunde“ geschrieben und rufen die Hamburger auf, ebenfalls Kontakt aufzunehmen und an den Friedenswillen der Russen zu appellieren, um Putins Propagandalügen etwas entgegenzusetzen. „Der Brief, der mit russischen Emigranten formuliert und übersetzt wurde, will den Menschen in Russland Mut machen, sich gegen den Bruderkrieg zu wenden“, sagt Freidemokrat Henrik Sander.

Henrik Sander und Kurt Duwe werben dafür, Kontakt zu Russen aufzunehmen. Foto: FDP

Erste Reaktionen aus Russland machten Mut. So schrieb Anna aus Jekaterinburg zurück: „Hoffen wir, dass diese Botschaft so viele Herzen wie möglich erreicht! Das ist eine sehr wichtige Sache, die Sie da tun! Denn die Menschen sind das Einzige, vor dem sich Putin wirklich fürchtet.“ Wer den Brief oder einen ähnlichen eigenen an seine russischen Kontakte schicken möchte, findet ihn auf Facebook unter dem Hashtag #lettertofriends und weitere Infos unter www.facebook.com/FDPHarburg/

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