Statt Hausbesuche zu machen, schreibt eine Zeugin Jehovas einen Brief (Foto: JZ)

Trotz aktueller Unruhen und Kriegsmeldungen sowie der andauernden Pandemie bemühen sich Jehovas Zeugen in Eidelstedt, Stellingen und Schnelsen ihren Nachbarn gute Nachrichten zu überbringen. 

Hamburg, 04.05.2022 – Seit Beginn der Pandemie im März 2020 fanden alle Gottesdienste von Jehovas Zeugen weltweit ausnahmslos per Videokonferenz statt. Nun freute sich die Gemeinde in Hamburg-Schnelsen am 03. April jeden Besucher wieder in ihrem Königsreichsaal, wie sie ihr Kirchengebäude nennt, willkommen zu heißen. Zusätzlich bieten sie nun alle Gottesdienste als Hybridveranstaltungen an. So können Personen, die sich aufgrund ihrer persönlichen Umstände besonders vor einer Infektion schützen müssen, alternativ die Gottesdienste auch per Videokonferenz miterleben und interaktiv teilnehmen.

Jeder ist herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei und es finden keine Kollekten statt. Mehr Informationen über Jehovas Zeugen sowie über einen Gottesdienst in der Nähe findet man auf jw.org.

Um Infektionen zu vermeiden, haben Jehovas Zeugen auch ihre bekannten Hausbesuche und Info-Stände ausgesetzt. Obwohl sich das Gemeindeleben dadurch stark veränderte, stellen sie fest, dass sich gegenseitig Mut machen auch langfristig digital funktioniert.

Viele Gemeindemitglieder schreiben freundliche und oft liebevoll gestaltete Briefe an Menschen in ihrer Umgebung, um mit ihnen etwas Positives zu teilen. So auch Ina K., mit ihren 98 Jahren, das älteste Mitglied der Ortsgemeinde Hamburg-Schnelsen. Wie empfindet sie bei den erschreckenden Nachrichten über den Krieg und die Flüchtlinge? Die Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg und die Nachkriegszeit in Hamburg werden wieder wach. Sie berichtet: „Krieg ist einfach schrecklich. Doch auch die Zeit danach: die Zerstörung, keine Arbeit, keine Heizmöglichkeiten und besonders der Hunger. Wir hatten nichts im Topf und nichts unter dem Topf.“ In den letzten Jahrzehnten hat sich Ina viel mit der Bibel beschäftigt. Die Gedanken, die sie selbst daraus getröstet haben, teilt sie gerne mit anderen in persönlichen Briefen.

2 KOMMENTARE

  1. Sehr positiv geschrieben. Es ist schön, dass man an seine Nachbarn denkt um sie zu unterstützen. Ich würde gerne mehr darüber erfahren

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