Aus dem Konzept der Landschaftsarchitekten für den Schwarzenbergpark. Grafik:pr

Andreas Göhring, Harburg. Eine Harburger Perle wird aufpoliert: Der Schwarzenbergpark soll für knapp 900.000 Euro „attraktiver und nutzerfreundlicher“ werden. Seit Februar laufen die Planungen, Mitte 2023 soll mit den vermutlich ein Jahr andauernden Bauarbeiten begonnen werden. Das Geld für die Aufhübschung des Parks stammt aus dem Quartiersfonds.
Vor gut fünf Jahren hatte der frühere Harburger Baudezernent Jörg Penner ordentlich Geld in die Hand genommen und beim Landschaftsarchitektur-Büro „Hahn Hertling von Hantelmann“ ein Konzept für die Aufwertung der denkmalgeschützten 15 Hektar großen Parkanlage in Auftrag gegeben. Kosten: 80.000 Euro. „Der Park ist wegen seiner Größe und der zentralen Lage eine der wichtigsten Grünanlagen im Bezirk“, sagte Penner.
Die Architekten schlugen unter anderem vor, die Haupteingänge neu zu gestalten, das Wegenetz besser zu strukturieren, wichtige Denkmäler instandzusetzen und „ein Aktionsband mit Spiel- und Bewegungsangeboten für alle Altersgruppen“ zu schaffen. Damit war klar, dass neben allen „zeitgemäßen“ Ideen auch die historische Bedeutung des 1830 angelegten Parks gewürdigt werden soll. Das Charakteristische der Anlage, nämlich „das Lindenrondell auf dem Plateau des Schwarzenbergs mit einem großen Festplatz in der Mitte“ wird nicht angetastet. Auf dem ehemaligen Exerzierplatz gab es 1528 das erste Harburger Vogelschießen.
Das Konzept der Landschaftsarchitekten lieferte eine Reihe von Ideen, aber dann kam Corona und damit andere Sorgen. Inzwischen hat das Projekt wieder an Fahrt aufgenommen, allerdings gab es auch neue Ideen: Im Februar 2021 stimmte die Bezirksversammlung einem Antrag von Grünen und SPD zu, in dem verstärkt Augenmerk auf „Klima-, Artenschutz- und Nachhaltigkeitsaspekte“ gelegt werden soll. Dazu gehöre unter anderem die Beschränkung von Baumfällungen „auf das absolut notwendige Maß“ und die Nachpflanzung von klimaresistenten Bäumen, aber auch die Installation eines Trinkwasserbrunnens. „Diese Aspekte werden bei den Planungen berücksichtigt“, versichert Bezirksamtssprecherin Wrenda Kapoor.
Inzwischen hat es auch schon Treffen im Park gegeben, bei denen Bürger ihre Ideen äußern konnten. Das ist auch künftig unter kontakt@mitteninharburg.de möglich. Sowie die Planungen fertig sind, sollen sie zudem öffentlich vorgestellt werden.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here