Claudia Michehl (l.) und Alexandra Kalsner beraten im Rahmen des Projekts „Verbraucher stärken im Quartier“ in Lurup und im Osdorfer Born. Foto: da

Bei teueren Handyverträgen, Stromtarifen und falschen Internetshops:
Verbraucherzentrale berät in Lurup und im Osdorfer Born

René Dan/Olaf Zimmermann, Lurup/Osdorfer Born

Fallstricke lauern überall. Schon der Versuch, zu einem vermeintlich günstigeren Stromanbieter zu wechseln oder einen besseren Handytarif zu buchen, kann schiefgehen. Schnell rutscht man ungewollt in eine finanzielle Schieflage. Hilfe und Unterstützung bietet dann die Verbraucherzentrale Hamburg. In fünf Stadtteilen haben die Verbraucherschützer eigens Büros eingerichtet, um vor Ort zu beraten. Sie gehen dahin, wo Menschen besondere Unterstützung benötigen: zum Beispiel nach Lurup und in den Osdorfer Born.

Dort kümmern sich Alexandra Kalsner und Claudia Michehl in den Quartiersbüros wieder einmal die Woche um die Sorgen und Nöte ihrer Kunden. „Wir wenden uns insbesondere an Verbraucher mit niedrigem Einkommen“, sagt Claudia Michehl. Beraten wird zu folgenden Themen:
>> bei rechtlichen Fragen rund um Einkauf, Reise, Freizeit, Handwerkerleistungen, Gewinnspiele oder Partnervermittlungen,
>> bei Problemen mit Telefon-, Mobilfunk- und Internetanbietern,
>> bei Fragen zum Rundfunkbeitrag oder Problemen mit dem Beitragsservice,
>> bei Gesundheits- und Patientenfragen wie Behandlungsfehlern, Arztrechnungen oder verweigerten Leistungen,
>> bei Fragen zum persönlichen Versicherungsschutz sowie zu den Themen Geldanlage und Altersvorsorge,
>> zu Immobilienfinanzierungen und zum Immobilienbesitz im Alter.

Die Beratung lohnt sich – Verbraucher können teilweise mehrere
Hundert Euro sparen
Alexandra Kalsner,
Projekt „Verbraucher stärken
im Quartier“

Wichtig: Die Erstberatung ist immer kostenlos. „Bei komplexeren Sachverhalten, bei denen wir unsere Juristen hinzuziehen, kostet die Beratung je nach Umfang 25 oder 50 Euro“, so Claudia Michehl. Alexandra Kalsner ergänzt: „Die Beratung lohnt sich – Verbraucher können teilweise mehrere Hundert Euro sparen.“

Die Informationsmaterialien können Sprachkundige auch auf Türkisch und Russisch lesen. Foto: da

Nach dem Ende der coronabedingten Zurückhaltung wollen Michehl und Kalsner ihr Wissen auch an Infoständen und in Vorträgen – beispielsweise in Senioren- und Migrantentreffs – weitergeben.

Ob die gut nachgefragten Quartiersbüros jedoch weiterhin finanziert werden (siehe Infotext), steht noch nicht fest. „Unsere Aktivitäten werden aktuell nicht aus Stadtentwicklungstöpfen finanziert“, so Michael Knobloch (Vorstand Verbraucherzentrale Hamburg). „Die Landesmittel stellt die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz zur Verfügung.“ Eine Verlängerung oder gar Aufstockung der Mittel sind momentan nicht geplant.

Alexandra Kalsner und Claudia Michehl hoffen jedenfalls auf „mehr Geld, mehr Stellen und eine Ausweitung des Projekts auf mehr Stadtteile“.

 

Quartiersbüros

Die Verbraucherzentrale (VZ) Hamburg hat in fünf Stadtteilen Beratungsbüros eingerichtet: in Lurup, im Osdorfer Born, in Billstedt, Neuwiedenthal und Harburg. Die Stadt stellt für die vier erstgenannten Quartiere bis Jahresende 100.000 Euro bereit. Die weitere Finanzierung ist noch ungeklärt. Das Harburger Quartiersbüro wird bis Ende Juli aus Bundesmitteln finanziert. Für eine weitere zweijährige Förderung ab August 2022 in Harburg hat die VZ Mittel aus dem Bezirk beantragt.

>> VZ-Quartiersbüro im Bildungshaus Lurup,
Moorwisch 2,
Beratung: mittwochs von 9.30 bis 11.30 Uhr

>> VZ-Quartiersbüro im Bürgerhaus Bornheide
(Haus rot),
Bornheide 76,
Beratung: mittwochs von
12 bis 14 Uhr

Anmeldungen sind erwünscht, aber nicht notwendig: Tel. 24 83 21 29.DA

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