So sieht der Neubau nach den Planungen der Architekten aus. Grafik: Hosoya Schaefer Architects

Wilhelmsburger Ruderclub kann voraussichtlich 2023 in einen Neubau umziehen

Ch.v. Savigny, Wilhelmsburg

Seit fünf Jahren – mindestens – wartet der Wilhelmsburger Ruder Club (WRC) am Aßmannkanal auf ein neues Vereinsheim. Mit den Vorbereitungen der Internationalen Bauausstellung (IBA) für das neue Elbinselquartier haben die Planungen nun wieder Schwung bekommen. Aktueller Stand: Im Herbst 2023 wollen die Ruderer mit Sack und Pack in ihr neues Gebäude einziehen, das nach ökologischen Vorgaben errichtet wird (siehe separates Interview).

Zu den Kosten: Nachdem der Bund und die Hansestadt zunächst 2,7 Millionen Euro für einen Neubau bereitgestellt hatten, verteuerte sich der Vorhaben im Laufe der Zeit immer weiter. Schwierige Bodenverhältnisse, aufwendige Kampfmittelsondierungen sowie nötig gewordene neue Leitungstrassen ließen die Kosten auf knapp 3,6 Millionen Euro anwachsen. Für die Differenz kommen nun der Sanierungsfonds Hamburg (500.000 Euro) und der investive Quartiersfonds (400.000 Euro) auf.

Neues Clubhaus als Gemeinschaftsprojekt: Sabine Bräuer (WRC), Michael Weinreich (SPD), Gerrit Fuß (Grüne) und André Rathje (WRC).
Foto: Thomas Kosinski

SPD und Grüne hatten sich in der Bürgerschaft für den WRC eingesetzt. „Es ist ein Vorzeigeprojekt, das wir hier in Wilhelmsburg hinbekommen“, sagt der Wilhelmsburger SPD-Abgeordnete Michael Weinreich. „Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir keine qualitativen und auch keine energetischen Abstriche machen müssen. Alles in allem bekommen wir ein tolles Haus, das zu Wilhelmsburgs Mitte passt!“ Sein Bürgerschaftskollege Gerrit Fuß (Grüne) betont den besonderen Stellenwert des Clubs für die Elbinsel: „Der WRC ist kein Verein für Besserverdienende. Ganz im Gegenteil: Hier kann man noch zu erschwinglichen Preisen rudern. Das ist wichtig in einem Stadtteil, der nicht so privilegiert ist.“

Der Neubau ist als modernes Gebäude mit Holzverschalung geplant. Auf insgesamt 1.200 Quadratmetern Nutzfläche finden sich unter anderem Gemeinschaftsräume, ein Kraftraum, eine Küche und ein Multifunktionsraum. Ein neues Bootshaus ist ebenfalls integriert. Die raumhohe Verglasung lässt sich komplett im Richtung Aßmannkanal öffnen.

Nach mehr als 60 Jahren Nutzungsdauer war der Altbau des Ruderclubs marode geworden. Es zog an allen Ecken und Enden, eine Isolierung war praktisch nicht vorhanden. Das neue Vereinsheim entsteht nicht ganz an der gleichen Stelle wie das alte, da ein Teil des Geländes für eine Fußgängerbrücke über den Aßmannkanal benötigt wird. Insgesamt wird die Grundstücksfläche etwas kleiner. „Wir verlieren zwar ein bisschen von unserem Gelände, aber dafür wir gewinnen auch ganz viel!“, sagt Sabine Bräuer, Leiterin der WRC-Clubhaus-AG.

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