Auch das Abrigado – bisher auf dem Schwarzenberg ansässig – soll in einen Neubau an die Buxtehuder Straße ziehen. Foto: mag

Neuer CDU-Vorschlag zum Neubau für Abrigado und Tafel an der Buxtehuder Straße

Andreas Göhring, Harburg

Es klingt nach dem großen Wurf. Doch die Planungen für den Neubau an der Buxtehuder Straße, in dem neue Räume für die Drogenhilfe Abrigado, für die Harburger Tafel und dazu auch noch 40 Sozialwohnungen für Mieter mit Dringlichkeitsschein untergebracht werden sollen, kommen nur langsam voran.

Die Betreiber von Abrigado und Harburger Tafel sind nicht gerade begeistert. Sie glauben nicht, dass ihre „Kunden“ sich gegenseitig schätzen. Außerdem würde es mit drei Einrichtungen auf einem Grundstück ziemlich eng. Und nun kommt auch noch CDU-Fraktionschef Ralf-Dieter Fischer um die Ecke. Er schlägt vor, die Sozialwohnungen woanders in Harburg zu bauen, zum Beispiel gegenüber der DRK-Zentrale an der Außenmühle.

Fischer: „Wir haben erhebliche Bedenken.“ Es sei zu befürchten, dass die Besucher der Harburger Tafel ausbleiben – und zwar auf Dauer. Auf dem Grundstück gebe es nicht einsehbare Ecken, außerdem könnten die Flächen nicht voneinander getrennt werden. Der Bau der Sozialwohnungen im Bereich des Bebauungsplans Wilstorf 44 könne das Ganze ein wenig entzerren. Inzwischen hat die CDU-Fraktion einen entsprechenden Antrag für die Bezirksversammlung gestellt.
Allerdings wird er kaum eine Mehrheit finden. „Wer jetzt neue Debatten anstößt, der verzögert das Projekt“, sagt SPD-Fraktionschef Frank Richter. „Manchmal ist das ja auch die Absicht desjenigen, der neue Debatten führen will.“ Das Projekt sei weit fortgeschritten und seine Fraktion sei froh, dass fördern & wohnen und die Sozialbehörde vorangehen und dass es endlich eine Lösung geben wird.

Im Übrigen sollten auf der Fläche an der Rote-Kreuz-Straße ohnehin Wohnungen entstehen. Mit Fischers Vorschlag würde sich die Zahl der Wohnungen also verringern.

Wie geht es jetzt weiter? „Die beteiligten Akteure sind unter Einbeziehung der Harburger Politik derzeit über das weitere Vorgehen im Gespräch“ sagt Anja Segert, Sprecherin der Sozialbehörde. Es habe bereits zwei Gespräche gegeben, ein weiteres sei für Ende März vereinbart.

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