Suejla, Anes, Sefer, Sudenaz, Selin und Bahar (alle 9d) haben das Drehbuch entworfen. Foto: pr

Die Klasse 9d hat dafür gesorgt, dass an der Nelson-Mandela-Schule die Maskenpflicht ernst genommen wird

Josefine Harms, Wilhelmsburg

„Bei uns an der Schule passierte es oft, dass Schüler die Maske nicht richtig oder zu lange trugen“, sagt Suejla aus der 9d der Nelson-Mandela-Schule (NMS), „oder die Masken waren kaputt oder wurden einfach zuhause vergessen.“ In der 9d wird Corona ernst genommen – aus einem traurigen Grund. Zwei Mitschüler haben einen Elternteil durch das Virus verloren. „In der Klasse haben wir darüber diskutiert, wie wir allen Schüler der NMS klarmachen können, wie wichtig das richtige Maskentragen ist“, erzählt Suejla.
Die Idee der Klasse: ein Video drehen. Sechs Schülerinnen und Schülern entwarfen ein Drehbuch, filmten sich und die Klasse und schnitten das Material zusammen. Nach nur vier Tagen waren sie damit fertig. Ihr humorvoller Streifen zeigt anschaulich, wie und warum im Unterricht Masken getragen werden sollen.

„Das Video haben wir dann den Klassenlehrern geschickt, mit der Bitte, es im Unterricht zu zeigen“, sagt Suejla. „Jede Klasse, die sich das Video angesehen hat, hat von uns 30 FFP2-Masken bekommen.“

Die FFP2-Masken hatte Lehrer Bilal Akdag organisiert: „Wir alle hatten verschiedene Aufgaben, um die wir uns kümmern mussten. Mein Job war es, einen Sponsor zu organisieren. So haben wir für unsere Schule 1.500 Masken von Eyüp Külünk vom Bizim Ausbau Hamburg GmbH bekommen.“

Das Maskenvideo kam an der Nelson-Mandela-Schule gut an, längst ist jede Klasse mit FFP2-Masken ausgestattet. Suejla: „Wir haben extra zwei Versionen gedreht – eine ist lustiger, um auch die jüngeren Klassen anzusprechen.“

Weil das Projekt so ein Erfolg war, soll jetzt es jetzt in die zweite Runde gehen. 1.000 neue Masken können für 20 Cent erworben werden. Mit den Einnahmen soll der Schulverein unterstützt werden.

Auch der Klassengemeinschaft hat das Projekt gutgetan. Denn in den vergangenen Monaten wurde viel von zu Hause aus gearbeitet, gemeinsame Aktivitäten gab es kaum. „Wir können erst jetzt wieder so richtig als Klasse zusammenkommen“, sagt auch Suejla.

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