In zwei Abschnitten wird am Ehestorfer Heuweg gebaut. Foto: mag

Bauarbeiten sollen bis Ende Juni 2023 beendet sein –
Anwohner können ihre Grundstücke auf provisorischen
Fahrbahnen erreichen

Andreas Göhring, Hausbruch

Jetzt gibt es wohl kein Zurück mehr: Ab Mitte März wird der Ehestorfer Heuweg zwischen der Zufahrt zur Rudolf-Steiner-Schule und der B73 voll gesperrt. Für 15 Monate! Alle Vorschläge, die Behinderungen durch die Baustelle zum Beispiel durch einen wechselnden Richtungsverkehr erträglicher zu machen, sind nach Ansicht des Landesbetriebs Straßen, Brücken, Gewässer (LSBG) nicht realisierbar.

Kleiner Trost für die Anwohner: Damit sie ihre Grundstücke bis zum geplanten Ende der Bauarbeiten im Juni 2023 erreichen können, wird eine provisorische Straße neben der eigentlichen Baustelle eingerichtet. Auch Fußgänger und Radfahrer kommen ungehindert durch.

Seit 2015 müssen die Anwohner, dazu gehören auch Gastronomiebetriebe wie das Steakhouse „Grande Sukredo“ oder das traditionelle „Landhaus Jägerhof“, mit der Ankündigung von Baustellen und damit mit ständiger Ungewissheit leben. Damals wurden die Pläne für eine gründliche Sanierung des Radwegs vorgestellt.

Doch der Beginn der Bauarbeiten verzögerte sich, es gab immer wieder neue Planungen. 2016 wuchs dann die Erkenntnis, dass am besten gleiche ganze Straße saniert wird. Aus den ursprünglich 100.000 Euro Baukosten für einen neuen Radweg wurden allein für die Planung schon mehr als 200.000 Euro.

Als dann 2018 eine längere Vollsperrung angekündigt wurde, brannte die Luft. „Es ist ein Drama“, sagte Axel Krones, Ortsbürgermeister von Ehestorf-Alvesen.

Was die Planer vielleicht nicht übersehen, wohl aber unterschätzt hatten: Durch die Vollsperrung des „Grenzübergangs“ zwischen Niedersachsen und Hamburg würden die Nachbargemeinden von wichtiger Infrastruktur wie S-Bahn und Einkaufsmöglichkeiten abgeschnitten. Dass dann bei der Planung noch ein unterirdischer Stollen übersehen wurde, machte das Projekt „Ehestorfer Heuweg“ endgültig zum kostenspieligen Desaster.

Jetzt wird also gebaut – in zwei Abschnitten. Zuerst von der Eulenflucht bis zum Bredenbergsweg, dann weiter bis zur B73. Im Vordergrund stehen die Verbesserung der Straßenentwässerung, die Sanierung der Straße, der Geh- und Radwege sowie der Ausbau der Barrierefreiheit an Bushaltestellen, sagt der LSBG. Die Rudolf-Steiner-Schule wird aus Richtung Harburg mit der Buslinie 340 bis zur Buskehre an der Schule angefahren, aus dem Süderelberaum wird die Buslinie 740 eingerichtet, die von Neugraben über die A7 ebenfalls bis zur Buskehre fährt.

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