Konny Reimann mit Ehefrau Manuela auf ihrem Gelände auf Oahu (Hawai). Im Hintergrund zu sehen: „Die Wilde 13“ – der gelbe Bus hatte einen Motorschaden, fährt jetzt aber wieder.Foto: reimann

Olaf Zimmermann, Hamburg. Er ist einer der bekanntesten Auswanderer Deutschlands – und ein echter Hamburger Jung: Konrad „Konny“ Reimann (66). Über Harburg und Schenefeld führte sein Weg erst nach Texas, dann nach Oahu (Hawaii). Was Konny (Markenzeichen: Cowboyhut, Schnauzbart, Jeans) und Ehefrau „Manu“ Manuela dort erleben, können Fans im Fernsehen aktuell auf Kabel 1 verfolgen. „Das läuft sogar zur Primetime“, wie Reimann, längst Werbeexperte in eigener Sache, beim Telefonat mit dem Wochenblatt zufrieden anmerkt.
Seine ersten Lebensjahre verbrachte Konny, 1955 in Harburg geboren, im Nissenhüttenlager am Hastedtplatz. „Kurz bevor ich in die Schule gekommen bin, sind wir in die Uhlandstraße gezogen“, erinnert er sich. Nach der Schiffsmaschinenbauer-Lehre bei Blohm+Voss ging‘s nach Lübeck-Blankensee zur Bundeswehr. „Danach hab ich als Kältefuzzi gearbeitet, Klimaanlagen und Kühlanlagen repariert, häufig auch auf dem Kiez.“ Deswegen liegt ihm auch der FC St. Pauli näher als der HSV, obwohl Konny mit Fußball nur wenig anfangen kann. „Ich hab mal Football gespielt bei den Dieburg Pioneers, aber das war nicht so mein Ding.“
Als Ehefrau Manuela 2004 eine Greencard (unbegrenzte Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis für die USA) gewann, zog Familie Reimann mit ihren beiden Kindern nach Gainsville (Texas), baute sich ein großes Wohnhaus mit Leuchtturm und vermietete drei Gästehäuser.
Seitdem ist Konny Stammgast in TV-Formaten wie „Extra – Das RTL-Magazin“ oder „Goodbye Deutschland! Die Auswanderer“. Reizt auch das „Dschungelcamp“? „Nein, ganz bestimmt nicht“, ist sich Konny sicher. „Das mach ich nicht. Niemals.“
2015 zog es die Reimanns weiter nach Hawaii, auf die Insel Oahu. „Wir sind praktisch zweimal ausgewandert. Jetzt sind wir seit sechs Jahren hier und fühlen uns sehr wohl. Es wird nie langweilig.“ Ist Konny-Island III die letzte Station? „Das wissen wir noch nicht.“
Im Augenblick ist Multitalent Reimann damit beschäftigt, im Garten seines Wohnhauses einen Pool zu bauen. Damit löst er nach Jahren eine Wettschuld gegenüber Manu ein. Konny hatte behauptet, dass das Museumschiff Cap San Diego im Hamburger Hafen – dort feierte er seinen 60. Geburtstag – fest vor Anker liegt und keine Fahrten mehr unternimmt. Seine Frau hielt dagegen und gewann.
Nach Deutschland kommt Konny Reimann zwei-, dreimal im Jahr. Von Hamburg aus werden die laufenden Geschäfte organisiert. Wann ist er wieder hier? „Wahrscheinlich im Juni zur Kieler Woche.“
Vorher muss er aber in seinem Badehaus, nicht weit entfernt vom Wohnhaus, die Terrasse erhöhen und eventuell ein, zwei Palmen kappen. „Dann kann Manu von hier die Wale im Meer sehen.“
Nach 30 Minuten Klönschnack zwischen Hamburg und Hawaii wartet schon der nächste Termin. „Ich muss jetzt mit Österreich telefonieren. Wegen meiner Steaksoße.“

www.konny-island.com

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