Am Mittwochmorgen hatten Mitarbeiter einer Sondierungsfirma für Kampfmittel in rund 10 Metern Tiefe eine 1000lbs Bombe amerikanischer Bauart mit Aufschlagzünder entdeckt. Foto: Andre Lenthe

Olaf Zimmermann, Wilhelmsburg. Eine 1.000 Pfund schwere amerikanische Fliegerbombe hat am Mittwoch Wilhelmsburg in Aufregung versetzt. Die mit einem Aufschlagzünder ausgestattete Bombe war bei Sondierungsarbeiten im Rotenhäuser Damm in zehn Meter Tiefe entdeckt worden.
Im Umkreis von 300 Metern mussten über 4.000 Anwohner evakuiert werden – darunter Kinder aus vier Schulen und zwei KITAs. Aus einer Pflegeeinrichtung wurden 25 Bewohner, zum Teil auf Rollstühle angewiesen, evakuiert. Besonders aufwändig gestaltete sich die Evakuierung von 30 an Corona erkrankten, teils sich in häuslicher Quarantäne befindlichen Menschen. Diese mussten einzeln mit Krankentransportwagen zu Sammelstellen befördert und in separaten Unterkünften untergebracht werden. In der Dratelnstraße 26 wurde eine Notunterkunft eingerichtet. Der Busverkehr in Wilhelmsburg wurde eingestellt.
Ein Taucher des Kampfmittelräumdienstes konnte die unter Wasser liegende Bombe aus der Baugrube bergen. Um kurz vor 21 Uhr meldete die Feuerwehr Entwarnung, das Ungetüm war entschärft, die Anwohner konnten in ihre Wohnungen zurückkehren.

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