Neben der S-Bahn-Station Veddel will die Hochbahn bis 2029 eine moderne neue Busumsteigeanlage, weitere Mobilitätsangebote und einen Elektro-Busbetriebshof inklusive Werkstatt errichten. Visualisierung: pr

VEDDEL. Bisher war der Vorplatz an der S-Bahn-Station Veddel ein Ort, den viele Menschen möglichst schnell verlassen wollten: Das Auto in der P+R-Anlage abstellen und einsteigen in Bus oder Bahn. Ab 2029 soll hier alles ganz anders aussehen. Die Hochbahn plant einen sogenannten Mobilitätshub. Darunter versteht man eine Station, an der möglichst viele Verkehrsmittel miteinander verknüpft werden.
Die Hochbahn will einen rund 20.000 Quadratmeter großen vierstöckigen Bau mit Platz für einen Elektro-Busbetriebshof und einer Wartungswerkstatt errichten. In dem Gebäude könnten zudem rund 600 Stellplätze für Bike+Ride untergebracht werden. „Auch Gewerbeflächen zur Nahversorgung sollen an den Mobilitätshub angeschlossen werden. In der Tiefgarage befinden sich Stellplätze für den Betriebshof und das Gewerbe sowie optional Stellplätze für P+R“, erläutert Dennis Heinert, Pressesprecher der Verkehrsbehörde. Weiterhin sollen dort Stationen für andere Verkehrsangebote wie beispielsweise Carsharing, MOIA oder StadtRAD entstehen.

Mobilitätshub soll zur Mobilitätswende beitragen
Hintergrund des Neubaus ist das Ziel des rot-grünen Senats, eine Mobilitätswende durchzusetzen und dem ständig wachsenden Autoverkehr in der Innenstadt Einhalt zu bieten. „Der Mobilitätshub auf der Elbinsel wird die Mobilitätswende in Hamburg richtig voranbringen“, schwärmt der grüne Verkehrssenator Anjes Tjarks.
Ralf Neubauer, Leiter Bezirksamt Mitte, hofft hingegen auf eine Attraktivitätssteigerung der Veddel: „Mit der städtebaulichen Entwicklung des Stadteingangs Elbbrücken wird in den kommenden Jahren insbesondere auch der Stadtteil Veddel von neuen Angeboten zu Stärkung seiner Infrastruktur profitieren.“
Die Hochbahn will jetzt das Projekt den Menschen vor Ort vorstellen. Parallel dazu startet auf www.hochbahn.de/elbinseln ein Online-Dialog. „Noch im Frühjahr starten Stadt und Hochbahn einen Architekturwettbewerb, in den auch Ergebnisse des Bürgerbeteiligungsprozesses einfließen. Der Baubeginn ist für 2025 geplant, die Inbetriebnahme für 2029“, so Dennis Heinert.
Vom Tisch ist damit die Idee, auf dem Platz eine Sportarena zu bauen. Das war die Idee des Unternehmers Tomislav Karajica, der gleichzeitig Hauptsponsor der Bundesliga-Basketballer Hamburg Towers ist. „Die
Towers können die Ticket-Nachfrage längst nicht mehr erfüllen und benötigen dringend eine Halle für 7.000 bis 9.000 Zuschauer“, sagt Karajica.

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