Ortstermin bei Feierabendverkehr an der „Cuxe“: CDU-Lokalpolitikerin Brit Meike Fischer-Pinz (M.) traf sich mit „Grünen“-Kollegin und Anwohnerin Nina Mitzinger (l.), und Anwohner Arne Eckhoff, um sich selbst ein Bild der Verkehrslage zu machen. Foto: wit

Wolfgang Wittenburg, Fischbek. Jeden Tag müssen Schulkinder auf dem Weg zur Grundschule Ohrnsweg die viel befahrene B73 überqueren. Ein gefährliches Unterfangen, finden viele Eltern. Sie kritisieren die ihrer Ansicht nach zu kurzen Grünphasen an den Fußgängerampeln sowie fehlende Schutzgeländer entlang der Cuxhavener Straße. „Mir fällt immer wieder auf, wie rücksichtslos die Autofahrer die Cuxe hier als Rennstrecke missbrauchen“, ergänzt ein Vater. „Ich kann alle Eltern gut verstehen, dass sie sich besonders in der dunklen Jahreszeit Sorgen über die Querung der B73 machen“, sagt Susanna Siegert, Leiterin der Grundschule Ohrnsweg.
Das zuständige Polizeikommissariats 47 sieht keinen Handlungsbedarf. Die Unfalllage sei unauffällig, heißt es. Vermehrte Geschwindigkeitsverstöße konnte auch die Verkehrsdirektion der Polizei nicht feststellen, die hier regelmäßig mobile Geschwindigkeitsmessungen durchführt. Im Jahr 2020 wurden 1.850 Fahrzeuge gemessen, von denen sich 80 über dem Grenzwert von 59 km/h (ab dann wird geblitzt) befanden. Die Verstöße lagen laut Polizei meist im Verwarnungsgeld-Bereich.
Mit Hilfe des Regionalausschusses Süderelbe konnte die Lage aus Elternsicht etwas verbessert werden. So führt der Gehweg von der Uwe-Seeler-Halle jetzt nicht mehr schnurstracks auf die B 73. Ein Umlaufgitter wird hier verhindern, dass Kinder auf die Fahrbahn geraten können.
Auch wird überlegt, einen schmalen Weg, der auf Seiten der Schule durch ein kleines Wädchen verläuft, auszubauen und zu beleuchten. Wenn Schulkinder diesen Weg nehmen, sind sie weiter von der B73 entfernt.

Das sagt der LSBG
Wonach richtet sich die Dauer der Ampel-Grünphasen für Fußgänger? „Jeder Fußgänger, der bei Grün losgegangen ist und ein durchschnittliches Gehtempo von 1,2 Meter pro Sekunde hat, kann die Straße sicher überqueren! Um das zu gewährleisten, läuft nach dem Grün-Ende noch die Schutzzeit für das Fußgänger-Signal ab, bevor der Kraftfahrzeugverkehr Grün bekommt.
So kann auch ein Fußgänger, der in der letzten Grün-Sekunde die Fahrbahn betreten hat, die Straße sicher überqueren. Die minimale Freigabezeit für startende Fußgänger beträgt sechs Sekunden, dieser Wert darf in Hamburg nicht unterschritten werden“, sagt Edda Teneyken (Öffentlichkeitsarbeit LSBG).

Wäre es möglich, die Grün-Phasen für Fußgänger zu verlängern? „Die bestehenden Freigabezeiten zur Querung der Cuxhavener Straße an den beiden Ampelanlagen sind ausreichend. Wir sehen derzeit keinen Bedarf für eine Verlängerung der Freigabezeiten.“

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