Merle Hofmann (19) aus Seevetal ist eine von drei jungen Leuten, die zurzeit beim SV Wilhelmsburg ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolvieren. Foto: pr

Christopher von Savigny, Wilhelmsburg. Ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bietet jungen Leuten die Möglichkeit, sich nach dem Schulabschluss sozial oder gemeinnützig zu engagieren und dabei im besten Fall bereits eigene Berufsideen zu entwickeln. Bis vor knapp 20 Jahren zählten Krankenhäuser, Altenheime und Kitas zu den alleinigen „Arbeitgebern“ – seither hat sich auf diesem Feld viel getan. Heutzutage kann man sein FSJ ebenso in den Bereichen Kultur (Fernsehen, Theater, Museum), Politik, Schule oder auch Sport absolvieren. Das Wochenblatt sprach mit Merle Hofmann (19), eine von drei FSJlern, die im Herbst ihren Dienst beim SV Wilhelmsburg angetreten hat.

Ein Sportverein ist nicht das erste, das einem im Zusammenhang mit Bundesfreiwilligendienst in den Sinn kommt. Wie kam es dazu? Warum haben Sie sich für den SV Wilhelmsburg entschieden?
Wir sind eine sportliche Familie: Mein Vater hat hier früher Fußball gespielt, ich selbst bin seit vier Jahren im Volleyball aktiv. Außerdem wollte ich unbedingt etwas mit Menschen machen – da schien mir der SV Wilhelmsburg die richtige Adresse. Zum Glück hat es mit meiner Bewerbung sofort geklappt.

Worin besteht Ihre Arbeit?
Unsere Aufgaben sind sehr vielfältig: Vormittags assistieren wir im Sportunterricht an verschiedenen Wilhelmsburger Schulen, außerdem leiten wir die Sport-AGs mit an. Zusätzlich sind wir in der Lernförderung aktiv, zum Beispiel bei einer Mathe-Lerngruppe in der Schule auf der Veddel. Nachmittags helfen wir mit, wo es gerade nötig ist – unter anderem im Büro. Der Stundenplan ist nicht in Stein gemeißelt.

Wie fällt Ihr Fazit nach den ersten Monaten aus?
Es macht mir total viel Spaß! Manchmal ist es zwar nicht leicht – zum Beispiel, wenn ein Schüler besonders viel Aufmerksamkeit benötigt und man sich währenddessen kaum um die anderen kümmern kann. Aber das Lächeln der Kinder nach einer gelungenen Stunde macht bei mir die ganze Anstrengung wieder wett. Dann weiß ich wieder, warum ich mir den Job ausgesucht habe.

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