Fynn Pohlmann (l.) und Peer Rübke (r.), hier zusammen mit Michael Gischkat (HNT-Bereichsleiter für Kinder-und Jugendsport), kennen sich seit der Krabbelgruppe und haben ihr Abi an der Stadtteilschule Fischbek-Falkenberg gemacht. Foto: wit

Wolfgang Wittenburg, Süderelbe. Viele junge Menschen nutzen die Zeit zwischen Schulabschluss und Berufs- oder Studienbeginn, um sich sozial zu engagieren und erste beruflichen Erfahrungen machen – meist in Form eines Freiwilliges Soziales Jahres (FSJ). Auch Fynn Pohlmann aus Neuwiedenthal und Peer Rübke aus Francop. Die beiden 20-Jährigen absolvieren gerade ein FSJ bei der Hausbruch-Neugrabener-Turnerschaft (HNT). Bei dem Verein, bei dem sie seit Kindertagen Mitglied sind.
Gerade haben die beiden FSJler zum ersten Mal an einer Mitgliedsversammlung teilgenommen. „Mich hat die Größe des Vereins absolut überrascht, denn ich wusste bisher nicht, dass es eine Marketing-Abteilung, eine Abteilung für Design und auch eine für Schul-Kooperationen gibt“, sagt Fynn. Und Peer ergänzt: „Dazu kommen rund 30 unterschiedliche Sport-Angebote, die von A wie Arobic und F wie Fußball bis hin zu V wie Volleyball und Z wie Zumba reichen.“
Morgens beginnt ihr Tag bei der HNT mit Büroarbeiten und Organisation. Ab Mittag werden Fynn und Peer dann von ihrem HNT-Betreuer Michael Gischkat (25) in der Praxis eingesetzt, beide unterstützen die Nachmittagsbetreuung an verschiedenen Schulen in Süderelbe. Peer begleitet heute eine 3. Klasse der Grundschule Am Johannisland beim Schachunterricht, Fynn unterstützt beim Kinderturnen.
Der direkte Kontakt mit kleineren Kindern war erstmal sehr ungewohnt und fordernd. „Auch da haben wir inzwischen viel gelernt. Es gibt speziell zu solchen Themen auch Seminare von der Sportjugend. Außerdem ist mit uns immer ein erfahrener HNT-Betreuer vor Ort.“
Beide haben sich für ihr FSJ ein eigenes Ziel gesetzt: Fynn Pohlmann möchte für die HNT ein Schwarzlicht-Volleyball-Turnier veranstalten, bei dem nur die Linien, der Ball und die Trikots der Spielenden sichtbar sind. Und Peer Rübke will eine sportlich betonte Ferien-Freizeitfahrt organisieren, weil alle vom HNT angebotenen Ferienkamps im letzten Jahr wegen der Corona-Pandemie ausfallen mussten.
Verantwortlich für ihr Freiwilliges Soziales Jahr ist die Hamburger Sportjugend, von der Fynn und Peter auch ihr monatliches Taschengeld erhalten. Die HNT übernimmt für die Zeit des FSJ die Vereinsbeiträge und spendiert die Nutzung des „FitHus“.

Hintergrund
Wer ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolvieren möchte, muss neun Jahre die Schule besucht haben und zwischen 15 und 26 Jahre alt sein. Ein FSJ dauert zwischen 6 und 18 Monaten, in Ausnahmen auch 24 Monate.
Beim FSJ arbeiten junge Menschen in gemeinwohlorientierten Einrichtungen im Bereich Umwelt- und Naturschutz, in Kindertagesstätten, Jugendkulturzentren oder Sportvereinen mit. Für ihr Engagement erhalten Freiwillige kein Gehalt, sondern ein monatliches Taschengeld in Höhe von maximal 426 Euro.
>> www.bundes-freiwilligendienst.de

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