Horst Becker (2. v. l.) mit Wolfgang Gerlach, Peter Schreiber und Wolfgang Düvel (v. l.) zu Beginn des Bürgerbegehrens. Foto: pr

Eisenbahnerviertel: Erforderliche 2.082 Unterschriften erreicht

EIDELSTEDT. Ein erster Teilerfolg für die Gegner der Bebauung im Eisenbahnerviertel: Wie das Bezirksamt Eimsbüttel bekanntgab, sind die erforderlichen 2.082 Unterschriften für das Bürgerbegehren „Eisenbahnerviertel retten – Vonovia stoppen“ erreicht worden. Damit gilt ab sofort ein vorläufiger Stopp des Verfahrens, die sogenannte Sperrwirkung ist eingetreten. Bis zum 19. April darf es nun keine Planungen oder Genehmigungen im Bebauungsplanverfahren geben. Vonovia möchte dort 300 Wohnungen bauen.

Die SPD-Eimsbüttel unterstützt das Bürgerbegehren. Ihr Fraktionsvorsitzender Gabor Gottlieb sagte in einer Pressemitteilung: „Dass das Quorum in so kurzer Zeit erreicht wurde, zeigt deutlich, dass es große Vorbehalte gegen die Nachverdichtungspläne der Vonovia im Eisenbahnerviertel gibt.“ Auch die SPD-Fraktion hatte sich in der Bezirksversammlung mehrfach gegen das Vorhaben ausgesprochen. Im Eisenbahnerviertel mangele es, so Gottlieb, schon jetzt an sozialer Infrastruktur. Es gebe außerdem „berechtigte Zweifel“ an der Vermietungspraxis von Vonovia.

Gottlieb: „Wir stehen zum Wohnungsbau. Nachverdichtung sollte aber nicht auf Kosten der Menschen in Eidelstedt gehen.“

Damit das Bürgerbegehren zustandekommt, müssen nun bis April insgesamt gültige 6.245 Unterschriften gesammelt werden. EW

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