Vier dämonische Wesen sind Thema in der Welttheater 2.0-Aufführung. Foto: Maximilian Ponader

Von Jörg Marwedel

OSDORF. Auch das 3. Osdorfer Stadtteil-Kulturfestival „Crossdorf“ hat unter der Pandemie zu leiden: Einige Veranstaltungen fallen aus, andere finden online statt. Trotzdem wolle man in diesen Zeiten „ein Zeichen für die Kultur setzen“, sagt Projektchef Hinrich Langeloh. War „das Festival des Zusammenhalts“, so nennen es die Organisatoren vom Osdorfer Theaterkolletiv Nysen, im vergangenen Jahr eine reine Online-Veranstaltung, sind Stand jetzt immerhin einige Veranstaltungen mit Zuschauern vor Ort möglich, andere werden im Netz übertragen.
Das bis zum 13. Februar dauernde Event mit über 20 Veranstaltungen, findet natürlich unter 2-G-plus-Regeln statt. Am Eröffnungstag, Sonntag, 30. Januar, springt etwa die bekannte Gruppe „Liederjan“ ein – als Ersatz für die bretonische Folkband „Gwennyn“, die aus Pandemiegründen abgesagt hat. Der Abend der Chöre und der Abend der Tänze finden ohne Publikum statt (sie werden live gestreamt), der Spielenachmittag im Heidbarghof und das Konzert der Jugendmusikschule Hamburg-West fallen aus.
Das eigentliche Ziel ist es, „dass wir Menschen zusammenbringen.“ Im Stadtteil gebe es durchaus „unsichtbare Grenzen zwischen Alt Osdorf und dem Osdorfer Born“, so das Theaterkollektiv. Diese seien soziale wie auch kultureller Natur. So treten etwa beim Abend der Chöre der türkische Frauenchor und der Lotsenchor singend in einen kulturellen Dialog.
Das Bürgerhaus Bornheide, das „Wohnzimmer des Osdorfer Borns“, ist ein Hauptveranstaltungsort des Festivals, ebenso wie die Kirche St. Simeon in Alt-Osdorf. Auch das Born-Center (Ausstellung der Fotografin Ulla Penselin), das Elbe-Filmtheater (Aufführung des „Kleinen Welttheaters 2.0“ sowie ein Preview des Films „Alles in bester Ordnung“) sowie die Gärtnerei Wortmann (Auftritt der Band Boogielicious im Gewächshaus) sind dabei.

Sprangen für eine bretonische Band ein: Die bekannten Musiker von „Liederjan“. Foto: PR

Eine verdrehte Komödie des Kleinen Welttheaters 2.0 vom Crossdorf-Miterfinder Maximilian Ponader, ein Flötenquartett sowie der Workshop „Hip Hop meets Klassik“, ein Allgenerationenchor und Fotografie-Workshops von Ulla Penselin sind weitere Höhepunkte, wo man selbst aktiv werden kann. Überhaupt sollen Laien wie Profis das Event zusammen prägen. Den Abschluss bildet am 13. Februar ein interkultureller Gottesdienst in St. Simeon.
Das gesamte Programm (einschließlich weiterer „Crossdorf übers Jahr“-Auftritte von internationalen Bands ist unter www.crossdorf.de einsehbar. Einige Aufführungen kosten 20 Euro, ermäßigt 12 Euro. Und 20 Stadtteilkarten á 5 Euro sind jeweils für die Aufführungen im Bürgerhaus zu haben. Für die Workshops muss man sich anmelden unter info.crossdorf.de.
Nach dem Festival wird das Crossdorf-Symbol des Festivals, das „Hexagon-Kunstwerk“ versteigert. Die bunte Skulptur soll von den Osdorfern aus abgelegten Stoffmasken hergestellt werden und „ein Zeichen der Hoffnung auf eine zeitnahe Überwindung der Pandemie“ sein. Gebote können unter info.crossdorf.de abgegeben werden. Das Startgebot liegt bei 250 Euro.

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